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Grimme forscht

In den Forschungsprojekten des Grimme-Instituts und des Grimme-Forschungskollegs an der Universität zu Köln spielen Medienbildungsthemen immer wieder eine zentrale Rolle. Hier verlinken wir eine Auswahl der Aktivitäten und präsentieren zukünftig einzelne Ergebnisse.

Kongress: Medien und Qualität (2022)


Am 22. September 2022 fand der erste öffentliche Kongress des Grimme-Forschungskollegs in Köln statt. Disziplinenübergreifend wurden die vielfach komplexen Beziehungen zwischen Medien und Qualitätsfragen diskutiert. Was sind Qualitätskriterien? Wie haben sich Qualitätskriterien entwickelt und was lässt sich aus dieser Veränderung ableiten? Welche neuen Qualitätskriterien gibt es, die sich aus neuen Medien(-formen) entwickeln und wie ist das zu beurteilen? Neben dieser Qualitätsdiskussion ging es auch um das kritische und selbstbestimmte Leben in einer „Big Data Welt“, das ein grundlegendes Verständnis der Wirkmechanismen zwischen der individuellen, der sozialen und der digitaltechnischen Welt voraussetzt: Wie kann eine digitale Aufklärung über Big Data und Algorithmen aussehen und was sollte sie leisten? Welche Perspektiven ergeben sich aus bestehenden Ansätzen für das Bildungssystem und für die Ausbildung von Lehrkräften? Welche künstlerischen und kunstpädagogischen Ansätze können fruchtbar sein?

Weitere Informationen auf der Website zum Kongress

Pressemitteilung des Grimme-Instituts im Nachgang zum Kongress

Tagung zur Künstlichen Intelligenz in Remscheid (2022)


In kaum einem Bereich verläuft die Entwicklung derzeit so rasant wie bei der künstlichen Intelligenz. Wie die Technologie in der kulturellen Bildung genutzt werden kann und vor welchen Herausforderungen wir dabei stehen, darum ging es bei der Tagung „Mensch – Maschine – Kultur – Bildung“ am 4. und 5. Mai 2022 in Remscheid. Das Grimme-Institut war einer der Veranstaltungspartner – und der Medienbildungshub war bei der Tagung dabei: Im Vorfeld der Tagung sprachen wir mit Horst Pohlmann von der Akademie der Kulturellen Bildung und unserem Kollegen Harald Gapski. Dabei ging es auch um die Frage, auf welchen Feldern zukünftig die größten Bedarfe, Möglichkeiten und Herausforderungen beim Lehren und Lernen mit digitalen Medien und Technologien liegen. Auf der Veranstaltung sprach u.a. Dr. Harald Gapski über den Zusammenhang von KI und Bildung, über den Erwerb und die Vermittlung neuer Kompetenzen im Informatischen, Mathematischen, Psychologischen, Ethischen und Politischen. Was sind die Risiken von KI im Lernprozess? Wie können kreative Prozesse KI-gestützt umgesetzt werden? Und wie kann die Positionierung des eigenen Selbst in einer Welt permanenter Datenerfassung gelingen?

Interview und Nachlese zur KI-Tagung auf den Seiten des Medienbildungshubs 

weitere Informationen zur Tagung auf der Website der Akademie Remscheid

Super-Scoring als Bildungsherausforderung (2021)


Wir alle hinterlassen täglich zahlreiche Datenspuren im Netz. Diese können gesammelt und mit Hilfe algorithmischer Verfahren ausgewertet werden. Bei diesem “Scoring” wird jedem Menschen ein bestimmter Zahlenwert zugeordnet, um seine Verhaltensweisen zu bewerten und zu beeinflussen. Besonders das “Super-Scoring”, das Punktesysteme und Skalen aus verschiedenen Lebensbereichen – etwa Bonität, Gesundheitsverhalten oder Lernleistungen – zusammenführt, könnte sich in der digitalen Gesellschaft zu einem neuen und übergreifenden Governance-Prinzip entwickeln. Die neu erschienene Open-Access-Publikation “Super-Scoring? Datengetriebene Sozialtechnologien in China und westlichen Demokratien als neue Bildungsherausforderung” bündelt Fachbeiträge und Kurzinterviews.

zur Pressemitteilung des Grimme-Instituts

die Open Access-Publikation zum kostenlosen Download

Dokumentation der Fachtagung mit Videoaufzeichnungen und Blog auf superscoring.de

Big Data Literacy in der LehrerInnenbildung (BiDaLL) (2021)


Aufbauend auf bestehenden Lehr-/Lernmaterialien wird ein modularer Online-Kurs für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften entwickelt, der die Herausforderungen in einer zunehmend datafizierten und algorithmisierten Gesellschaft aus medienpädagogischer, informatikdidaktischer und ethischer Perspektive behandelt.

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Algorithmic Literacy Lab* (ALL*) (2021)


Im transdisziplinären Projekt werden innovative Lehr-/Lernmodule zum Thema der algorithmischen Entscheidungsfindung in Bezug auf ethisch-soziale Prozesse entwickelt. Die Module werden im konkreten Einsatz getestet, überarbeitet und online zur Verfügung gestellt.

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Medial konstruierte Stimmen (2020)


Ziel des Projekts war die Untersuchung medialer Stimmentwürfe unter der Fragestellung, welche Sozialvorstellungen und -implikationen ihnen innewohnen, hierbei wurden sowohl kulturübergreifende als auch medienpraktische Aspekte vokaler Designs in IT-Erzeugnissen und Medien berücksichtigt. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden in einer Buchpublikation zusammengefasst, die voraussichtlich Mitte 2021 im kopaed-Verlag erscheinen wird.

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Bildung für eine digitale Souveränität (2020)


Das Projekt entwickelt ein Online-Glossar, das Begriffe zu den Bildungsanforderungen für ein souveränes und selbstbestimmtes Leben und Handeln in der digitalen Welt aus den Perspektiven von Medienwissenschaft, Medienbildung und Rechtswissenschaft erläutert. Darüber hinaus werden beispielhafte Lehrmaterialien und Bildungskonzepte zum Thema Digitale Souveränität in einer Datenbank gesammelt und dokumentiert.

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zur Datenbank

Ganztag-digital (2019/2020)


Digitale Medien und Medienbildung in der sozialen Welt der Ganztagsschule

Ziel des Projekts war es, empirisch zu analysieren, wie verschiedene Bildungsorte, -settings und -prozesse im Umfeld der Ganztagsschule (Sek. I) zusammenspielen und sich verzahnen lassen. Dabei wurden sowohl die Perspektiven der Kinder und Jugendlichen als auch die organisatorischen und medienpädagogischen Rahmenbedingungen von Lehrkräften, Sozialpädagog*innen und Erzieher*innen berücksichtigt. Auf dieser Basis wurden Gelingensbedingungen für die Medienbildung formuliert und Handlungsempfehlungen für die Praxis entwickelt.

Das Forschungsprojekt wurde in Kooperation zwischen der TH Köln, der Universität zu Köln, der Philipps-Universität Marburg sowie Grimme-Forschung und Grimme-Medienbildung durchgeführt. Praxispartner war das Regionale Bildungsnetzwerk im Kreis Recklinghausen.

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Making, Fabbing, Hacking (2019/2020)


Das zweiteilige Projekt widmete sich einer erziehungswissenschaftlichen Betrachtung von Makerspaces und FabLabs. Als neue und sich rapide verbreitende medienkulturelle Phänomene wurden diese durch teilnehmende Beobachtungen und  Video-Aufzeichnungen erkundet, zusätzlich wurden qualitative Leitfadeninterviews mit Akteur*innen aus dem Feld durchgeführt. Ein Round Table diskutierte direkte Gestaltungs- und Adaptionspotenziale für die medienpädagogische Praxis.

zum Projekt, Teil 1
zum Projekt, Teil 2

YouTube und politische Bildung (2018)


Aufbauend auf dem Vorgängerprojekt  „YouTuber-Videos – Peers und politische Orientierung von Jugendlichen“ wurden im zweiten Projektteil erneut zwei Studien erarbeitet, die sich mit dem Einfluss von YouTube auf politische Bildungsprozesse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen beschäftigen, die Ergebnisse mit denen anderer Studien vergleichen und gemeinsame Mechanismen identifizieren.

zum Projekt

YouTube und politische Bildung (2018)


Forschungsprojekt des Grimme-Forschungskollegs in Partnerschaft mit der Fachstelle für Jugendmedienkultur (fjmk)

Was macht ein „gutes“ Computerspiel aus? Das Projekt versammelte Experten aus den Bereichen Game Studies und Game Design, Medienpädagogik und kulturelle Bildung, Performance und Medienkunst, um die unterschiedlichen Qualitätsdebatten aufzuarbeiten.

Zusammenfassung der Fachtagung
im Rahmen der Fachtagung geführte Experten-Videointerviews

Musikalische Praxen und virtuelle Räume (MUVIRA) (2018)


Forschungsprojekt des Grimme-Forschungskollegs in Partnerschaft mit der Fachstelle für Jugendmedienkultur (fjmk)

Musikalische Praxen und digitale Medien sind in den letzten Jahren eine immer stärkere Verbindung eingegangen und haben auch das Interesse von Forschenden auf sich gezogen. Dabei spielen zunehmend Praxen, die das Internet als Medium einbeziehen, eine wichtige Rolle.

In einem international besetzten Workshop diskutierten Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis Fragen zu den Bedingtheiten von virtueller musikbezogener Raumkonstitution und -konstruktion sowie zu Aspekten wie Teilhabe und Transkulturalität. Workshopbeiträge und Projektergebnisse wurden in einer Buchpublikation zusammengetragen

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