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Relevante Meldungen zu Medienbildungsthemen: Hier finden Sie tagesaktuell die wichtigsten Nachrichten und Beiträge aus dem deutschsprachigen Raum – die neuesten stehen oben!

Sie vermissen eine Nachricht? Wir freuen uns über auf einen Hinweis!

Einladung zum Dialog: Ganztag-digital – Medienbildung an Schulen

In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt „Ganztag-digital: Digitale Medien und Medienbildung in der sozialen Welt der Ganztagsschule“ werden seit Mai 2019 Prozesse der Medienbildung in Schulen der Sekundarstufe I erforscht. Neben der TH Köln sind das Grimme-Institut, die Universität Marburg und das Regionale Bildungsnetzwerk Kreis Recklinghausen Kooperationspartner*innen. Um Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten, sollen im Rahmen einer Abschlussveranstaltung am 19. August 2022 die zentralen Forschungsergebnisse vorgestellt und gemeinsam reflektiert werden. Dazu sind Schulleitungen, Lehrer*innen und Schüler*innen herzlich eingeladen.

weitere Informationen und Anmeldung unter ganztag-digital.de

„Erzähl mir nichts vom Pferd!“ – Kinder über Fake News aufklären

Über das Internet, Messenger-Dienste, Plattformen und Netzwerke werden auch Kinder zunehmend mit Falschnachrichten und Desinformation konfrontiert. Besonders bei den jüngeren Nutzer*innen ist hier eine altersgerechte Aufklärung wichtig. Scout, das kostenlose Magazin für Medienerziehung, widmet sich in der ersten Ausgabe des Jahres 2022 ganz diesem Thema und gibt Eltern, Erziehenden, Multiplikator*innen und Medienpädagog*innen wertvolle Tipps. Das Heft kann kostenfrei bestellt werden und steht zum Download im PDF-Format bereit.

zur Bestellung und zum Download des scout-Magazins 1/2022

Didaktik: Was haben digitale Spiel im Deutschunterricht zu suchen?

In seinem Buch „Digitale Spiele aus deutschdidaktischer Perspektive“ stellt Andreas Schöffmann, der an der Universität München das Projekt „Universitas Digitalis“ zur Qualitätssteigerung der Lehre leitet, die Frage auf den Kopf: Was haben digitale Spiele eigentlich nicht im Deutschunterricht zu suchen, mit welchen didaktischen Konzepten sind diese sinnvoll als Bildungsmedien einsetzbar? Und inwiefern können Computerspiele zum positiven Medienkompetenzerwerb und zur Identitäts- und Werteentwicklung genutzt werden? Für „Didaktisches im Dialog“ hat Rudolf Inderst mit dem Autor und Professor für Game Design gesprochen.

zum Interview mit Rudolf Inderst bei nahaufnahmen.ch

weitere Informationen zum Buch „Digitale Spiele aus deutschdidaktischer Perspektive“ beim Springer-Verlag

MIKA-CAMPUS – Medien- und IT-Kompetenz für Ausbilder*innen

In der betrieblichen Ausbildung wird das Potenzial digitaler Medien bisher nur wenig ausgeschöpft, oft werden diese unsystematisch oder abhängig von den jeweiligen Kenntnissen der Ausbilder*innen eingesetzt. Die Unsicherheiten über rechtliche Rahmenbedingungen sind groß, das Wissen über didaktische Möglichkeiten oder betriebliche Einsatzmöglichkeiten noch gering. Um diese Lücke zu schließen, erweitert das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) sein Weiterbildungsangebot in der beruflichen Bildung mit dem MIKA-CAMPUS. Die vom BIBB entwickelte Lernplattform zur Vermittlung digitaler und medienpädagogischer Grundlagen ist der erste von drei Bausteinen des Projekts „Medien- und IT-Kompetenz für Ausbildungspersonal“.

zum MIKA-CAMPUS des Bundesinstituts für Berufsbildung

mehr hierzu in einer Meldung des Bundesinstituts für Berufsbildung

MediaParents – EU-Projekt bildet Erwachsene zu Berater*innen aus

Durch die vermehrte Nutzung digitaler Angebote ist Medienkompetenz-Vermittlung so wichtig wie noch nie. Gerade aber in ländlichen Räumen ist die dafür notwendige Infrastruktur kaum oder nur wenig vorhanden. Um den Bereich Medienerziehung auch dort abzudecken, bietet das im Rahmen von Erasmus+ geförderte internationale Projekt MediaParents spezielle eLearning-Kurse an, in denen Pädagog*innen und alle interessierten Eltern ausgebildet werden. Als kompetente Berater*innen vermitteln diese dann vor Ort bei Elternabenden Medienkompetenz und Wissen zu aktuellen Medienthemen.

mehr hierzu im Blog der Europäischen Kommission

weitere Informationen zum Projekt unter mediaparents.eu

ARD und Filmstiftung NRW suchen das beste Kinderhörspiel

Am 12. November 2022 wird der diesjährige Deutsche Kinderhörspielpreis bei den ARD Hörspieltagen in Karlsruhe vergeben. Die Bewerbungsfrist für die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung, die einmal jährlich gemeinsam von ARD und der Film- und Medienstiftung NRW ausgeschrieben wird, endet am 1. August 2022. Neben den Landesrundfunkanstalten der ARD, Deutschlandradio, ORF und SRF sind ebenso Verlage, Autor*innen und andere Produzierende aufgefordert, ihre Hörspiele einzureichen. Ziel des Preises ist es, den besten Originalstoff oder die beste Adaption für Kinderhörspiele zu würdigen und damit auf dem unübersichtlichen Markt von Hörspielproduktionen für die Jüngsten ein Qualitätsbewusstsein zu schaffen.

weitere Informationen bei der Film- und Medienstiftung NRW

Internationales Interesse am KIVI-Tool der Landesmedienanstalten

Durch ein für die Landesanstalt für Medien NRW entwickeltes Tool konnte die Medienaufsicht deutschlandweit beschleunigt, vereinfacht und verbessert werden. Seit der Einführung von KIVI (aus KI für Künstliche Intelligenz und lateinisch „vigilare“ für Überwachen) haben sich die entdeckten Fallzahlen beim Kinder- und Jugendschutz sowie bei der Verfolgung von politischem Extremismus verdoppelt. Automatisiert werden durch die KI-Anwendung Plattformen und Webseiten gescannt und potenzielle Rechtsverstöße identifiziert und zur Überprüfung durch Expert*innen vorbereitet. Bei einem Besuch in Wien stellte Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, die Möglichkeiten von KIVI vor und stieß damit auf große Resonanz. Inzwischen gibt es in mehreren Ländern Interesse an der unterstützenden Anwendung.

mehr hierzu in einem Beitrag bei tagesspiegel.de

weitere Informationen zum KIVI-Tool bei der Landesmedienanstalt NRW

Untersuchungen zum Einfluss von Kommunikation auf Pandemien

Durch die Corona-Zeiten und die damit verbundenen Lockdowns und Distanzregeln sind auch die Medien vor neue Herausforderungen gestellt worden. Information und Kommunikation fand hauptsächlich über ihre vielfältigen Kanäle statt. Welche Auswirkungen hat das auf das Verhalten der Menschen und auf den Verlauf von Epidemien? Zur Erforschung dieser Fragen fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zwei Forschungsverbünde mit Beteiligung der Universität zu Lübeck: Im Projekt „infoXpand“ soll der Einfluss von Desinformationen untersucht und besser verstanden werden, das Projekts „OptimAgent“ entwickelt ein agentenbasiertes Vorhersagemodell für Deutschland.

weitere Informationen in einer Meldung der Universität zu Lübeck

Grimme-Forschungskolleg: Kongress zu Medien und Qualität

Am 22. September 2022 befasst sich ein hochrangig besetzter Kongress des Grimme-Forschungskollegs mit den spannungsreichen und gesellschaftspolitischen hochrelevanten Beziehungen zwischen Medien und Qualität. Die Auszeichnung medialer Produktionen mit Preisen, die Förderung von Qualitätsjournalismus, die Kritik an der Diskussionsqualität in Sozialen Netzwerken und die Qualitätssicherung algorithmisch kuratierter Plattformen sind dabei nur einige Aspekte der Diskussion. „Ausgezeichnet, ausgehandelt, ausgerechnet?“ – Unter diesem Titel soll das Thema am Kongresstag im KOMED in Köln in drei Strängen entflochten und in Vorträgen und Werkstätten erörtert werden.

weitere Informationen in einer Meldung des Grimme-Instituts

Künstliche Intelligenz: Unsichtbare Prozesse erklärbar machen

Längst ist Künstliche Intelligenz (KI) in viele Bereiche unseres Lebens vorgedrungen, allerdings unsichtbar im Hintergrund operierend und für uns Menschen fast unerklärlich. Für die Nutzung KI-basierter Systeme ist aber gerade dieses Verstehen wichtig: Nur wenn wir nachvollziehen können, wie Maschinelles Lernen (ML) funktioniert, sind die Ergebnisse und „Entscheidungen“ von KI für uns erklärbar. In Bereichen, die sensibel und sicherheitskritisch sind, ist dies von besonderer Bedeutung. An dieser Erklärbarkeit arbeitet die Projektgruppe Comprehensible Artificial Intelligence (CAI), eine Kooperation des Fraunhofer IIS und der Universität Bamberg. Am Montag (23. Mai 2022) wurde bei einem Tag der offenen Tür der Nutzen für die Praxis vorgestellt.

weitere Informationen im Blog der Universität Bamberg

Untersuchung zur Social-Media-Nutzung älterer Erwachsener

Während der Pandemie haben sich weltweit insbesondere ältere Menschen sehr einsam gefühlt. Wie aber wirkt sich die Nutzung Sozialer Netzwerke in diesen Altersgruppen aus? Um dies herauszufinden, hat ein Wissenschaftler der University of Texas in Austin über 300 Personen im Durchschnittalter von 74 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeigen ein verbessertes psychisches Wohlbefinden, allerdings nur bei der Kommunikation über kleinere Plattformen. Bei der Nutzung größerer Netzwerke konnte kein positiver Effekt auf die persönliche Stimmung festgestellt werden, längeres Telefonieren wirkte sich bei den Probanden sogar negativ aus.

weitere Informationen zur Studie bei pressetext.com

Medienrecht: Fehler bei der Nutzung Sozialer Netzwerke vermeiden

Fast alle Internet-Nutzer*innen in Deutschland sind inzwischen bei Instagram, TikTok, Facebook oder YouTube unterwegs. Obwohl der Zugang frei und jenseits der Community-Richtlinien und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vieles möglich ist, ist doch nicht alles rechtlich erlaubt. Schnell können Bild- oder Persönlichkeitsrechte verletzt und sogar Geldstrafen fällig werden. Bei anwalt.de erklärt Rechtsanwalt Norman Buse die fünf größten rechtlichen Fehler bei der Nutzung von Netzwerken und Plattformen und klärt über die möglichen Konsequenzen auf.

zu den medienrechtlichen Tipps bei anwalt.de

Dialog Detection: Sprachaktivitätserkennung durch Algorithmen

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT) in Oldenburg beschäftigt sich mit Hör-, Sprach- und Audiotechnologien. Entwickelt wurden dort nun spezielle Algorithmen, die Sprache „sehen“ können. Mit dieser „Dialog Detection“ können reine Sprachanteile allein an den Peaks in der Tonspur erkannt und gefiltert werden. Das ist besonders für professionelle Tonschaffende eine Entlastung, für die eingesetzte Sprachaktivitätserkennung „Speech Activity Detection“ (SAD) gibt es aber vielfältige Einsatzmöglichkeiten – überall dort, wo menschlichen Äußerungen zuverlässig von Hintergrundgeräuschen unterschieden werden müssen.

mehr hierzu unter idmt.fraunhofer.de/hsa/

weitere Informationen in einer Meldung des Fraunhofer IDMT

Datenschutz-Grundverordnung: Rechte werden nur wenig genutzt

Bei ihrer Einführung wurde viel diskutiert und vier Jahre nach der Verabschiedung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist die Mehrheit der deutschen Internet-Nutzer*innen von den permanenten Einblendungen der Cookie-Banner mit den vielen Einverständniserklärungen genervt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, die im Auftrag der Diensteanbieter GMX und Web.de durchgeführt wurde. Die Ergebnisse wurden am Dienstag (24. Mai 2022) vorgestellt: 38 % der Deutschen finden ihre Daten durch die DSGVO nicht besser geschützt und 65 % haben bisher keinen Gebrauch von den gegebenen Rechten gemacht. Am meisten genutzt wurde das „Recht auf Vergessenwerden“ (11 %).

weitere Informationen und Ergebnisse unter newsroom.gmx.net

Deutscher Radiopreis 2022: Bewerbungen bis Ende Mai einreichen

Am 8. September 2022 wird der Deutsche Radiopreis verliehen, der als die wichtigste Auszeichnung der Branche gilt. Bereits zum 13. Mal kommen im Hamburger Hafen Radiomacher*innen, Prominente und Musikstars zusammen, um das Medium Radio zu feiern und zu würdigen. Noch bis zum 31. Mai 2022 können Sendeanstalten ihre Favoriten in neun Kategorien vorschlagen. Alle Einreichungen werden von einer Nominierungskommission geprüft, die in jeder Preiskategorie des Deutschen Radiopreises drei Nominierte für die Jury auswählt. Die Mitglieder der Nominierungskommission und der Jury werden vom Grimme-Institut berufen, das für die Unabhängigkeit der Entscheidungen bürgt.

weitere Informationen in einer Meldung des Norddeutschen Rundfunks

mehr zu den Mitgliedern der Grimme-Nominierungskommission und -Jury unter deutscher-radiopreis.de

Elternguide.online unterstützt bei der Medienerziehung der Kinder

Das Kooperationsprojekt Elternguide.online unterstützt die Medienerziehung in der Familie, damit Eltern und Erziehende ihre Kinder bei der Nutzung des Internets und von Apps, Spielen, Fernsehinhalten und Sozialen Netzwerken besser begleiten können. Mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat das Netzwerk nun zwei weitere renommierte Partner*innen hinzugewonnen, die sich vor allem mit den Bereichen audiovisuelle Inhalte, die Bewertung von Programmen, Computerspielen und dem Online-Gaming befassen. Weitere Kooperationspartner sind die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), klicksafe, das Deutsche Kinderhilfswerk, fragFINN und das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.

zum Angebot für die Medienerziehung unter elternguide.online

mehr hierzu in einer Meldung der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter

Digitale Medien – Neue Chancen für eine neue Lern- und Lehrkultur

Noch einmal verstärkt durch die Corona-Pandemie ist die Digitalisierung der Schulen eines der großen Themen der Bildungspolitik. Unter Mitwirkung von 49 Autor*innen aus vier Ländern hat Hans-Günter Rolff, emeritierter Professor an der TU Dortmund und Gründungsdirektor des Instituts für Schulentwicklungsforschung, nun ein „Handbuch Lernen mit digitalen Medien“ herausgegeben, das auf dem aktuellen Stand der Praxis und der wissenschaftlichen Forschung konkrete Impulse für die Schul- und Unterrichtsentwicklung gibt. Die großen Chancen des digital gestützten Unterrichts müssen gesehen werden und weniger die Defizite, stellt er im Interview mit dem News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek fest.

zum Interview mit Hans-Günter Rolff bei news4teachers.de

mobile.schule – Praxisnahe Workshops auf der Bildungsmesse

Vom 7. bis zum 11.Juni 2022 erwartet Lehrer*innen, Erzieher*innen und Ausbilder*innen bei der didacta in Köln wieder ein volles Programm, in zahlreichen Veranstaltungen steht wieder der Austausch untereinander und der Wissenstransfer im Vordergrund. Erstmals auf der Bildungsmesse vertreten ist auch das erfolgreiche Fortbildungsformat mobile.schule, das sich mit den zahlreichen Aspekten des Lehrens und Lernens in der digitalen Welt befasst. Das Besondere daran: Die Fortbildungen werden von Lehrkräften für ihre Kolleg*innen auf einer Bühne in der Messehalle 7 sowie in zwei Seminarräumen der Koelnmesse durchgeführt.

zur Übersicht der Veranstaltungen unter didacta-koeln.de

weitere Informationen in einer Meldung des Didacta Verbands

Neue Unterrichtsmaterialien zum Thema Datenschutz

In Zusammenarbeit mit der EU- Initiative klicksafe hat das Projekt „Datenschutz – leicht erklärt“ Arbeitsblätter als Ergänzung zu bestehenden 18 Videoclips zum Thema Datenschutz und Informationssicherheit erstellt. Sowohl die Clips als auch die Arbeitsblätter stehen zum kostenlosen Download bereit oder können als Broschüre gegen einen Selbstkostenpreis bei klicksafe bestellt werden.  Das Projekt „Datenschutz – leicht erklärt“ ist Teil der vom Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. ins Leben gerufenen Initiative „Datenschutz geht zur Schule“.

zur Pressemeldung des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e. V.

zur Bestellung bei klicksafe

Großbritannien: Clearview AI soll Millionen-Strafe bezahlen

Ungefähr 8,9 Millionen Euro Strafe soll das US-amerikanische Unternehmen Clearview AI wegen Verstöße gegen britische Datenschutzgesetze bezahlen. Clearview AI hatte über 20 Millionen Personenbilder aus Internet und Social-Media-Plattformen für eine Online-Datenbank gesammelt. Über eine App kann das Bild einer Person hochgeladen werden, um nach Übereinstimmungen mit den Bildern in der Datenbank zu suchen. Informiert wurden die Personen nicht, deren Bilder erfasst wurden.

zur Meldung auf der Website der FAZ

4 Tipps gegen Hass im Internet

Beleidigungen, Drohungen und auch diskriminierende Bemerkungen in Sozialen Netzwerken sind keine Seltenheit. Utopia.de, eine Website zum Thema Nachhaltigkeit, informiert auf dieser Seite über Hassrede im Internet – und was man dagegen unternehmen kann. Die Probleme und mögliche Gegenmaßnahmen werden kurz erklärt.

zum Artikel auf utopia.de

Karlsruher Verfassungsgespräche: Was tun gegen gefährliche Fake News?

Es gibt Fake News und Verschwörungserzählungen, die recht unbedeutend und eher harmlos sind, und solche, die ggf. sogar die Grundfesten der Demokratien erschüttern können. Was kann man gerade bei den gefährlichen Falschinformationen getan werden, ohne dass die für die Demokratie wichtigen Freiheiten allzu sehr beschnitten werden? Darüber wurde bei den Karlsruher Verfassungsgesprächen am 22. Mai 2022 diskutiert. Die Badischen Neuen Nachrichten berichten über die Inhalte der Veranstaltung.

Zum Artikel von Alexei Makartsev auf bnn.de

Kinder und Smartphones

Die Süddeutsche Zeitung hat ein Interview von Heike Nieder mit Cem Karakaya geführt, einem Experten für Cybercrime in einem Münchner Kommissariat der Kriminalpolizei. Er sieht Kinder nicht ausreichend gerüstet, schon mit 10 oder 11 Jahren ein eigenes Smartphone zu haben, da viele zum Beispiel die Gesetzeslage zum Thema Beleidigung oder Kinderpornografie nicht kennen. Die Aufgabe, Kindern diese Kompetenzen zu vermitteln, sieht er vor allem auf Seiten der Eltern.

zum Interview auf der Website der SZ

Social Bots – gibt es die überhaupt?

Sie gehören mittlerweile in jede Übersicht, wenn es um das Thema „Gefahren im Internet“ geht: Social Bots, also Computerprogramme, die als vorhandene, aber nicht von Menschenhand gesteuerte Accounts automatisch bestimmte Tweets oder Facebook-Kommentare an passende Stellen im Internet senden oder platzieren. Fake News und Verschwörungsmythen fänden so große Verbreitung und beeinflussen ggf. die öffentliche Meinung. Der Übermedien-Podcast „Holger ruft an“ fragt aber nun: „Kann es sein, dass es Social Bots gar nicht gibt?“ Florian Gallwitz von der Technischen Hochschule Nürnberg hat sich auf die Suche nach Bots gemacht – und keine gefunden…

zum Podcast bei uebermedien.de

NRW: KI-Algorithmen selbst programmieren in den Klassen 5 und 6

Zum Schuljahr 2021/22 wurde in NRW das Schulfach Informatik verpflichtend für die Klassen 5 und 6 eingeführt. Auch das Thema Künstliche Intelligenz (KI) spielt darin eine große Rolle. Hierfür steht das „Open Roberta Lab“ zur Verfügung, eine freie Programmierumgebung des Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS), die nun um die Möglichkeit erweitert wird, KI-Algorithmen durch grafische Programmierung zu erleben und zu verstehen.

zur Meldung des Fraunhofer-Instituts

MDR-Themenschwerpunkt „Gefahren aus dem Netz“

Der Themenschwerpunkt ist eine Zusammenstellung aktueller Artikel zum Thema Internetgefahren: Es geht um die Risiken von Deepfakes – also manipulierten Bild- und Videoinhalte, die aber nur schwer als Fälschungen erkannt werden können –, um eine Umfrage zum Sicherheitsempfinden im Internet, um den Nutzen von Versicherungen gegen Cyberangriffe sowie um Kryptowährung und Darknet.

zum Schwerpunkt des MDR

Österreich: Medienbildung für Erwachsene zum Thema Verschwörungen

Empirische Befunde zeigen, dass in Österreich besonders ältere Erwachsene Verschwörungserzählungen Glauben schenken – zum Beispiel Mythen rund um die Todesursache des österreichischen Bundespolitikers Jörg Haider (gest. 2008 bei einem Autounfall). Ein Projekt des Demokratiezentrums Wien und Partnerorganisationen aus Schweden, Bulgarien und Deutschland entwickelt Weiterbildungsangebote zur Förderung einer kritischen Auseinandersetzung mit Verschwörungserzählungen. Erste Angebote sind bereits erschienen.

zur Meldung auf erwachsenenbildung.at

erste Materialien auf den Seiten des Demokratiezentrums Wien

Fachtagung: Verschwörungstheorien und Fake News

Am 18. Mai 2022 fand online die Tagung „‘Da stimmt doch was nicht.‘ – Verschwörungstheorien, Fake News und was wir dagegen tun können“ der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) statt. Was steckt hinter Verschwörungserzählungen? Wogegen richten sie sich? Was hilft gegen diese Erzählungen und gegen Fake News: Faktenwissen oder doch eher persönliche Gespräche? Diese und weitere Fragen beantworteten u. a. die Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Diana Rieger, Dr. Tobias Jaecker (Journalist, Deutschlandfunk) und Bienz Hammer vom Netzwerk Gegenargument.

der Rückblick in der Pressemitteilung der BLM

Illegale Streams: Die Nachfrage steigt

Wer gerne Filme und Serien schaut, hat eine große Auswahl – aber leider verteilt sich diese mittlerweile auf etliche Streaming-Plattformen: Amazon Prime, Netflix, Disney, Joyn und RTL+, Apple TV oder Sky. Wer alles sehen möchte, muss monatlich schon eine Menge bezahlen. Und je weiter sich die Streaming-Welt aufsplittet, desto mehr scheint das Interesse an illegalen Plattformen, die „alles“ anbieten, zu steigen.

zum Artikel von Jakob Stadler auf augsburger-allgemeine.de

Ein öffentlich-rechtliches Twitter?

Sollte es alternative Social-Media-Plattformen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geben, die nicht-kommerziell ausgerichtet sind und weniger abhängig von einer Firma oder sogar von einer Person? Darüber und was das bezüglich Propaganda, Lügen und Hassrede bedeuten könnte diskutieren die Kommunikationswissenschaftlerin Nadia Zaboura und Nils Minkmar, Journalist und Autor bei der Süddeutschen Zeitung, in Folge 4 von „quoted. der medienpodcast“.

zum quoted-Podcast

TikTok – bald auch eine Spieleplattform?

Wir bringe ich die Nutzer*innen dazu, meine App länger zu nutzen? Diese Frage hat sich wohl auch das chinesische Internetunternehmen ByteDance gestellt, das nun in Vietnam die Einführung von Minispielen ausprobiert. Folgen sollen anschließend auch noch aufwendigere Games.

zur Meldung bei winfuture.de

Social Media, Fotografieren und unsere Erinnerungen

Es ist eines der Kennzeichen unserer Zeit und noch nie wurde soviel fotografiert wie in diesen Tagen. Anreiz dazu bieten Soziale Netzwerke wie Instagram und Snapchat, auf deren Profilen individuelle Foto-Alben des Lebens entstehen. Aber was macht das mit unserer Erinnerung? Forscher*innen wie Julia Soares und Benjamin Storm, haben dies an der University of California untersucht. In ihrer Studie „Forget in a Flash: A Further Investigation of the Photo-Taking-Impairment Effect“ kommen sie zu dem Ergebnis, dass die Erinnerung durch das Fotografieren geschwächt wird. Weitere Sinneseindrücke wie Riechen, Schmecken, Fühlen, die für das Langzeitgedächtnis wichtig seien, würden durch das Fotografieren unterbrochen und unterdrückt.

zum Beitrag von Jana Stäbener zu diesem Thema bei buzzfeed.de

„media literacy award“ zeichnet medienpädagogische Projekte aus

Die Redaktion der Website mediamanual.at, die im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung erstellt wird, schreibt einmal jährlich den „media literacy award“ (mla) aus. Mit diesem Preis werden europaweit gute und innovative medienpädagogische Schulprojekte ausgezeichnet. Noch bis zum 15. Juli 2022 können Angebote aus folgenden Kategorien eingereicht werden: Video, Audio, Print, Multimedia und Neue Medien. Diese sollten innovativ, witzig, originell und spannend sein und können alle Genres umfassen: Websites, Games, Fotos, Features, Hörspiele, Weblogs und Podcasts sind ebenso willkommen wie experimentelle Arbeiten.

mehr hierzu und Bewerbung unter mediamanual.at

weitere Informationen zur Auszeichnung bei saferinternet.at

Neue positive Bewertungen beim Kinder- und Jugendmedienschutz

Gemäß dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) dürfen mediale Angebote mit jugendgefährdenden Inhalten nur dann verbreitet werden, wenn sichergestellt werden kann, dass ausschließlich Erwachsene darauf Zugriff haben. Zwei neue Systeme zur Altersverifikation (AVS) wurden nun von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) als positiv bewertet: Incode der Incode Technologies Inc. (Gesamtkonzept) und GiroIdent der finAPI GmbH (Modul). Als Organ der Landesmedienanstalten ist die KJM als zentrale Aufsichtsstelle für den Jugendschutz im privaten Rundfunk und in den Telemedien zuständig.

mehr hierzu in einer Mitteilung der Kommission für Jugendmedienschutz

Umfrage der Medienanstalten zur Barrierefreiheit im Fernsehen

Die Barrierefreiheit medialer Angebote spielt für die Inklusion von Menschen mit Handicaps eine wichtige Schlüsselrolle. Dieses Thema hat daher seit Jahren einen wichtigen Platz in der Arbeit der Medienanstalten. Um dies auch für das Fernsehen in einem möglichst großen Umfang zu gewährleisten, werden die Sender einmal jährlich zu Untertitelungen, Angeboten in Gebärdensprache, mit Audio-Deskriptionen und in leichter Sprache befragt. Dieses Mal wurden auch erstmals auch Streaminganbieter mit in die Erhebung einbezogen. Ein Ergebnis ist, dass die beiden reichweitenstärksten privaten Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 ihr Engagement ständig weiter ausgebaut haben.

weitere Informationen und Download der Befragung unter die-medienanstalten.de

„Medienrechte für Kinder“ – Workshop-Angebote für Grundschulen

Für das Schuljahr 2022/23 bieten der Südwestrundfunk (SWR) und die Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg ausgewählten Grundschulen Workshops zum Thema „Medienrechte für Kinder“ an. Bewerbungen sind noch bis zum 17. Juni 2022 möglich. Das Angebot richtet sich gezielt an Lehrkräfte, Kinder und Eltern, umgesetzt wird es zusammen mit vielen Partner*innen, darunter Klicksafe, Jugendschutz.net, Planet Schule und die Landeszentrale für politische Bildung.

weitere Informationen zum Projekt und Bewerbung

mehr hierzu in einer Mitteilung des Südwestrundfunks

Einreichungsfrist für die „Kindernothilfe-Medienpreise 2022“

Die Kindernothilfe hat auch in diesem Jahr wieder zwei Medienpreise ausgeschrieben, den „Story on Stage“-Preis und den beliebten „Preis der Kinderjury“. Dafür können sich Journalist*innen aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz noch bis zum 31. Mai 2022 bewerben. Ausgezeichnet werden Beiträge aus Print, Online, Radio oder Fernsehen, die in besonderer Weise über Kinderrechtsverletzungen und Kinderrechte berichten. Die Preisverleihung findet im Oktober 2022 in Berlin unter der Schirmherrschaft von Elke Büdenbender statt, moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin und Kindernothilfe-Botschafterin Sabine Heinrich.

mehr zur Bewerbung für den Kindernothilfe-Medienpreis

weitere Informationen in einer Mitteilung der Kindernothilfe

Mehr Förderung für den KI-Nachwuchs in Deutschland

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) baut mit dem Programm „Konrad Zuse Schools of Excellence in Artificial Intelligence” die Ausbildung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) aus. In Deutschland und international sollen KI-Talente auf Master- und Promotionsebene unterstützt werden. Nach zwei Auswahlrunden stehen jetzt drei Konrad Zuse Schools fest: die Technische Universität Darmstadt, die Technische Universität Dresden und die Technische Universität München. Finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist der Start Anfang Juli, die ersten Studierenden werden im Wintersemester 2022/23 erwartet.

mehr hierzu in einer Meldung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes

weitere Information zum Programm „Konrad Zuse Schools of Excellence in Artificial Intelligence“

Zunehmende Kritik an geplanter Chatkontrolle der EU-Kommission

Ein Gesetzesvorschlag der EU-Kommission zur Bekämpfung und Prävention sexualisierter Gewalt gegen Kinder gerät zunehmend in die Kritik. Trotz der an sich guten Intention sind die Auswirkungen auf den Datenschutz bislang kaum absehbar, zumindest ist dieser durch die geplanten Regulierungen stark gefährdet. Problematisch bleibt die sogenannte „Chatkontrolle“, zu der Anbieter*innen von Plattformen, Netzwerken und Messenger-Diensten gezwungen werden könnten. Dies, so Kritiker*innen, könnte durch eine Alterskontrolle vermieden werden, eine Überprüfung und Speicherung von Ausweisdaten – das hat sich immer wieder gezeigt – gilt jedoch in mehrfacher Hinsicht als sehr bedenklich.

mehr hierzu in einem Beitrag von netzpolitik.org

„We need to talk about the war!“ – Förderausschreibung der mabb

Der Konflikt in der Ukraine wird zunehmend auch über das Netz und die Sozialen Netzwerke transportiert. So gelangen erschütternde Bilder direkt und quasi in Echtzeit auf unsere Empfangsgeräte und Smartphones – ungefiltert und oftmals voller Desinformationen. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) sucht daher unter dem Titel „We need to talk about the war! – Informations- und Nachrichtenkompetenz zum Krieg in der Ukraine“ nach Projektideen zu diesem Thema. Gefördert werden können diese durch die mabb mit bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Projektausgaben, die Einreichung von Bewerbungen ist noch bis zum 13. Juni 2022 möglich.

weitere Informationen und Bewerbung bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg

Macht der Plattformen – Technologischer Wandel durch das Web3

In einem Beitrag für den Tagesspiegel kritisiert Bertrand Perez, Chief Operating Officer der Web3-Foundation, das Internet in seiner heutigen Form: Zu groß sei die Machtposition einzelner großer Unternehmen wie Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft, die mit ihren Plattformen und Apps das Netz beherrschen und ihre Monopolstellungen weiter ausbauen. Auch unzählige weltweite Versuche zur Regulierung haben bislang nicht diese Dominanz gebremst. Das Internet, so der Standpunkt von Perez, ist gegenwärtig „von Grund auf kaputt“. Ändern kann dies seiner Meinung nach ein neu gestaltetes Web3, in dem die Daten dezentralisiert gespeichert werden, technologisch seien viele Hindernisse dafür beseitigt.

zum Standpunkt von Bertrand Perez bei background.tagesspiegel.de

Kredit-Scoring-Services sammeln Daten von Kund*innen im Netz

Die Art und Weise, wie sich Algorithmen und die Auswertung von Datenpools auf die Vergabe von Krediten auswirken können, steht seit längerem in der Diskussion. In den USA hat die University of Georgia nun Vergabeverfahren untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere bei Kund*innen mit geringer Bonität zunehmend Daten aus dem Internet, Online-Shops und Sozialen Netzwerken ausgewertet werden. Im Falle einer Ablehnung sind die Betroffenen nicht darüber informiert und können somit keinen Einspruch erheben. Die leitenden Wissenschaftlerinnen der Studie, Lindsay Sain Jones und Janine Hiller, betrachten daher eine Nachbesserung von Gesetzen und Verordnungen als notwendig.

weitere Informationen zur Studie bei pressetext.com

Nachrichtenkompetenz – Initiative #UseTheNews wird gemeinnützig

Unter dem Dach des bundesweiten Projekts #UseTheNews erforschen und fördern Medienschaffende, Zivilgesellschaft und Wissenschaft seit dem Start im Jahr 2020 die Nachrichtenkompetenz junger Menschen. Die dpa baut die erfolgreiche Initiative nun weiter aus, als eine gemeinnützige Gesellschaft soll sie auf eine langfristige Basis gestellt werden: #UseTheNews habe die Erwartungen und Ziele der Initiator*innen mehr als erfüllt und sich rund um die Themen Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz zur ersten Adresse für junge Nutzer*innen entwickelt. Ein #UseTheNews-Playbook liefert zudem Inspiration und konkrete Empfehlungen für die Entwicklung neuer News-Angebote und gibt Einblicke in den Stand der zeitgemäßen Kompetenz-Vermittlung in Schulen.

mehr hierzu in einer Mitteilung bei presseportal.de

zum neuen Internetauftritt vom Projekt #UseTheNews

Belästigungen und unangemessene Inhalte bei TikTok melden

Soziale Netzwerke dienen dem Austausch mit anderen – und das ist der eigentliche Sinn dahinter und auch durchaus eine gute Sache. Dennoch geraten Nutzer*innen immer wieder an Menschen, die andere belästigen, sei es durch dumme Sprüche oder sogar durch Hassrede. Das kann und sollte der Moderation gemeldet werden, ebenso illegale, unangemessene oder verstörende Inhalte wie gefährliche Challenges, Pornografie, Gewalt, Selbstverletzungen, Essstörungen oder Suizid. Wie das bei TikTok funktioniert, erklärt Martin Maciej in einem Tutorial bei giga.de.

weitere Informationen und hilfreiche Tipps bei giga.de

Unterrichtsprojekt zur Medienbildung auf Basis eines Romans

Für den Schulunterricht in der Altersgruppe der 15- bis 16-Jährigen hat der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz ein kostenloses Faltblatt erstellt, das gedruckt und zum Download zur Verfügung steht. Fächerübergreifend geht es dabei um die Lektüre des englischsprachigen Romans „The Disconnect“ von Keren David. Neben der Lektüre im Sprachunterricht wird den Schüler*innen mit Hilfe einer detaillierten Projektanleitung auf eine spannende Art und Weise Medienbildung zu Themen wie Fake News, Cybermobbing oder Datenmissbrauch vermittelt. Die Unterrichtsanregung basiert auf einem eTwinning-Projekt, das als Erasmus-Programm durchgeführt wurde.

weitere Informationen und Bestellung beim Pädagogischen Austauschdienst

zum Download der Unterrichtsanregung unter publikationen.kmk-pad.org

Real-Time-Bidding – Tracking-Industrie versteigert unsere Daten

Eigentlich wissen es alle Internet-Nutzer*innen längst – während wir surfen, Nachrichten lesen oder einfach nur mit dem Smartphone unterwegs sind, werden vielfältige Daten über uns im Hintergrund gespeichert und weiterverkauft. Die konkreten Vorgänge sind uns aber oft keineswegs bewusst. Ein neuer Bericht des Irish Council for Civil Liberties (ICCL) zeigt ein bedenkliches Ausmaß und die
Bürgerrechtsorganisation kritisiert das Vorgehen der großen Konzerne. Zum Beispiel werden beim „Real-Time-Bidding“ Werbeplätze in Bruchteilen von Sekunden versteigert, für den europäischen und den US-amerikanischen Markt nennt der ICCL-Bericht Zugriffe im unteren dreistelligen Milliardenbereich.

mehr hierzu in einer Meldung von netzpolitik.org

weitere Informationen zum Daten-Tracking in einem Beitrag vom Südwestrundfunk

Vorstellung der Ergebnisse: Forschungsprojekt „Digitaldialog 21“

Welche Bevölkerungsgruppen haben bei der Digitalisierung keine Teilhabe und werden an den Rand gedrängt? Welche Erfahrungen haben Bürger*innen in Baden-Württemberg mit digitalen Angeboten? Und werden diese befürwortet oder wird ihnen mit Angst oder Ablehnung entgegengetreten? Um diese und weitere wichtige Fragen geht es im Forschungsprojekt „Digitaldialog 21“, das durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) aus Mitteln der Digitalisierungsstrategie des Landes finanziert wird. Unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Selke ist es an der Hochschule Furtwangen (HFU) angesiedelt. In einer Abschlussveranstaltung werden am 2. Juni 2022 die Ergebnisse vorgestellt.

mehr hierzu in einer Pressemitteilung der Hochschule Furtwangen

weitere Infos und Ergebnisse zum Projekt unter digitaldialog21.de

Analoge Faktenchecks gegen Desinformation in den Schulen

Die Lehrerin und Kolumnistin Ulrike Ammermann vom Deutschen Schulportal hat ihren Schüler*innen viel Medienkompetenz vermittelt. Dennoch muss sie immer wieder feststellen, wie schnell sich Fake News und Propaganda auf dem Schulhof und in den Klassen verbreiten. Was irgendwo zu Themen wie Corona und dem Ukraine-Konflikt aufgeschnappt wurde, macht schnell die Runde. Helfen können jedoch einfache Faktencheck-Übungen zum Mitmachen. Ulrike Ammermann stellt eine Übung zur Wahrheit und ihrer Wahrnehmung vor, für die die Kinder nur ein Fernrohr und eine Nachbarklasse brauchen.

zum Beitrag über Faktencheck-Übungen beim Deutschen Schulportal

Sicher und souverän im Netz – Digitale Selbstverteidigung

Sobald wir uns im Netz bewegen, stoßen wir auf Falschnachrichten, Desinformation und Hassbotschaften, die sich auch gegen uns richten können. Davor sollten wir uns schützen. Wie das gelingen kann, erläutert Stefanie Rack von der EU-Initiative klicksafe.de in der ersten Folge vom Podcast „D wie Digital“ des Webportals Digitalführerschein (DiFü). Besonders wichtig ist dabei auch der Schutz der eigenen Privatsphäre: Sobald wir Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Soziale Netzwerke wie TikTok, Facebook oder Instagram nutzen, „bezahlen“ wir quasi mit unseren Daten dafür und legen diese offen. Für einen sicheren und souveränen Umgang mit dem Netz ist also ein Grundwissen in Sachen Medienkompetenz wichtig.

zum Podcast „D wie Digital“ mit Stefanie Rack bei difü.de

Internet und Social Media – Jugendliche in der Informationsflut

Aktuelle Studien zeigen: Jugendliche nutzen immer weniger klassische Wege wie Fernsehen, Radio oder Zeitungen zur Information, sondern informieren sich im Netz über Suchmaschinen, Video-Plattformen und Soziale Netzwerke. Dies führt zu einer Flut von Informationen, zum Teil auch durchsetzt mit Desinformationen und Fake News – was schnell zu einer Überforderung führen kann. Besonders bei den Bildern aus dem Ukraine-Krieg ist es fast unmöglich, alle verstörenden oder manipulierten Inhalte herauszufiltern. Für schule.at hat Doris Ohlenschläger mit dem Social-Media-Experten Karim Bannour über die Auswirkungen gesprochen. Und: Was können Eltern konkret tun, um die Medienkompetenz ihrer Kinder zu stärken?

zum Gespräch mit dem Social-Media-Experten Karim Bannour bei schule.at

Schuldigitalisierung während Corona – Erfahrungen aus Schweden

In Schweden wurde die Digitalisierung der Schulen sehr früh eingeleitet: Bereits 2017 entschloss sich die schwedische Regierung dazu, das Land dabei weltweit führend zu machen, 2018 startete ein Aktionsplan zur Ausbildung von Fachkräften an jeder Schule. Das Wichtigste sei die Vermittlung von Vertrauen in die zugrundeliegende Technologie, konstatiert Pernilla Nilsson im Interview. Sie ist Professorin für Wissenschaftspädagogik an der Universität Halmstad und Generalsekretärin für Erziehungswissenschaften des schwedischen Forschungsrates. Während der Pandemie gab es weitere gute Erfahrungen, allerdings habe auch vielen Schüler*innen das soziale Miteinander gefehlt.

zum Interview mit Pernilla Nilsson bei futurezone.at

Posthumanismus: Mediale Konstruktion in Film, Serie und Literatur

Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) wird zunehmend der Versuch unternommen, dem Menschen ähnelnde Wesen zu kreieren, die sich bestenfalls kaum noch von ihren menschlichen Vorbildern unterscheiden. Mit diesem fast schon unheimlichen „Posthumanismus“ setzen sich verstärkt auch Schriftsteller*innen und Filmemacher*innen auseinander, besonders in der englischsprachigen Literatur und in den englischen Medien. Zusammen mit einem Team erforscht dies der Anglistik-Professor Joachim Frenk an der Universität des Saarlandes. Vom 19. bis 21. Mai 2022 sind nun Wissenschaftler*innen aus aller Welt eingeladen, das Thema „Posthumane Begegnungen: Sehnsüchte, Ängste und das Unheimliche“ auf einer Tagung in Saarbrücken zu diskutieren.

weitere Informationen in einer Meldung bei idw-online.de

Active Sourcing – Recruiting von Auszubildenen über Social Media

Die Unternehmen in Deutschland finden immer schwieriger Auszubildende, von 100 Ausbildungsplätzen bleibt fast ein Drittel unbesetzt – Tendenz steigend. Im Rahmen einer Personalleiterbefragung, die quartalsweise vom ifo-Institut im Auftrag von Randstad Deutschland durchgeführt wird, wurden Führungskräfte dazu befragt, auf welchen Wegen das Recruiting, also die Suche nach Auszubildenen, stattfindet. Das Ergebnis ist einigermaßen überraschend: Zwar sind für 61,7 % der Unternehmen Kontakte und Empfehlungen der eigenen Mitarbeiter*innen wichtig, 39,7% suchen aber auch dort, wo sich die junge Zielgruppe verstärkt aufhält: Social Media. So spielen Plattformen wie TikTok und Facebook inzwischen eine zentrale Rolle für das sogenannte „Active Sourcing“.

mehr hierzu in einer Mitteilung von Randstad Deutschland

Erzieher*innen: Zunehmende Nutzung von digitalen Fortbildungen

Nach dem Ausfall von vielen Präsenzveranstaltungen in Corona-Zeiten nutzen Erzieher*innen aus Kitas zunehmend digitale Fortbildungen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage, die von der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ durchgeführt wurde. 70 % der befragten Fachkräfte gaben an, dass sie bereits an einer Online-Fortbildung teilgenommen hätten. Zum Vergleich: Noch im Jahr 2017 gaben das nur 5 % an. Dabei erweist sich die Corona-Pandemie als Treiber für diesen Anstieg: Die meisten „ersten Besuche“ von digitalen Fortbildungen fanden in den Jahren 2020 und 2021 statt. Die Befragten empfinden die flexible Lerngeschwindigkeit und die Vereinbarkeit mit dem Berufsalltag als vorteilhaft.

weitere Ergebnisse der Umfrage unter haus-der-kleinen-forscher.de

Die Wichtigkeit der Medienbildung im Kampf gegen Desinformation

Der Konflikt in der Ukraine wird auch auf großen Internet-Plattformen wie TikTok ausgefochten. Rasant verbreitet sich dort täglich eine Flut von Fakes News und verfälschten Videos und Bildern. Die großen Sozialen Netzwerke werden zunehmend ein Nährboden für Desinformation, Verschwörungstheorien und Hassbotschaften. Der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen plädiert darum in seinem Essay für mehr Entschiedenheit bei der Vermittlung von Medienbildung. Besonders auch die Verschränkung mit aufklärenden journalistischen Initiativen habe aber bereits zu einer optimistisch stimmenden Offensive geführt.

zum Essay von Bernhard Pörksen in der Aachener Zeitung

Wissenschaft: Algorithmen führen nicht unbedingt in Filterblasen

Nach dem Anschlag in Buffalo geraten wieder die von Algorithmen ausgespielten Empfehlungen der Plattformen und Netzwerke in den Blick. Diese, so die Kritik, würden Nutzer*innen in Filterblasen führen. Solch einen „Rabbit-Hole-Effekt“ konnten Forscher*innen mehrerer US-amerikanischer Universitäten allerdings nicht nachweisen, entscheidend für die Suche von Nutzer*innen nach extremistischen und radikalisierenden Inhalten sei vielmehr die Vernetzung in speziellen Communitys und Gruppen. Zu einem ähnlichen Schluss kam bereits eine Studie der Datenforscherin Becca Lewis und auch der Kommunikationswissenschaftler Jonas Kaiser vom „Berkman Klein Center for Internet & Society“ an der Universität Harvard äußert seine Zweifel.

weitere Informationen bei deutschlandfunkkultur.de

mehr zum Thema in einem Beitrag von netzpolitik.org

Morde in Buffalo – Manifest des Täters in den Sozialen Netzwerken

Nachdem ein 18-Jähriger am Samstag (16. Mai 2022) im US-Bundesstaat Buffalo gezielt auf Schwarze geschossen und dabei 10 Menschen getötet hat, übte Kathy Hochul, Gouverneurin des Bundesstaates New York, laute Kritik an den großen Internetkonzernen und den Sozialen Netzwerken. Trotz des terroristischen und rassistischen Hintergrunds der Tat seien ein ideologisches Manifest des Täters und Bilder von der Bluttat auf den Plattformen im Netz weiter verbreitet worden. Es werde durch die Anbieter*innen nicht genug getan, um dies zu verhindern. Man brauche daher feste Zusicherungen, dass gegen rechtsextreme Inhalte vorgegangen werde.

mehr hierzu in einem Beitrag bei heise online

Idee der Freiheit – Die emanzipatorischen Möglichkeiten des Netzes

Das Internet ist einst mit der Idee demokratischer Prozesse und als Medium der Freiheit gestartet und galt quasi als unzensierbar. Doch wie sieht das heute aus? Vor dem Hintergrund zunehmender Kontrolle von Regimen, aber auch durch den Regulierungseifer demokratischer Staaten scheint dieser Gedanke obsolet. Zwar gab es im Netz so etwas wie den arabischen Frühling und kollektive Bewegungen wie #MeToo und #BlackLivesMatter, grundlegend ist das Bild aber vielschichtiger. In einem zuerst im „Atlas der Zivilgesellschaft“ erschienenen Beitrag thematisiert Ingo Dachwitz die Pole zwischen gesellschaftlichem Nutzen und Gefahren durch die Zensur.

zum Beitrag über Freiheit im Netz von Ingo Dachwitz bei netzpolitik.org

Psychologische Tests: Videospiele können die Intelligenz fördern

Besonders Computerspiele stehen bei der Nutzung durch Kinder oft in der Kritik. Forscher*innen des Karolinska Institutet und der Vrije Universiteit Amsterdam haben nun für den US-amerikanischen Raum psychologische Tests ausgewertet. Bei 9 bis 10-Jährigen wurde erhoben, ob und wie lange sie Fernsehen oder Videos schauen, Soziale Medien nutzen oder Zeit mit Games verbringen. Eine Untersuchung nach zwei Jahren zeigte nur für die letzte Gruppe eine durchschnittliche Steigerung des IQ-Werts um 2,5 Punkte. Bildschirmzeiten, so der Neurologe Torkel Klingberg, beeinträchtigen daher nicht pauschal die kognitiven Fähigkeiten von jungen Heranwachsenden.

mehr hierzu in einer Meldung von pressetext.com

Alltagsintegrierter Einsatz digitaler Medien in Kindertagesstätten

Frühkindliche digitale Bildung ist auch in Kitas und Kindergärten zunehmend ein Thema, hierbei ist die Fachkompetenz der vermittelnden Mitarbeiter*innen besonders wichtig. Für spielen-und-lernen.online hat sich Prof. Armin Krenz das Handbuch „Digitale Medien in der Kita – Alltagsintegrierte Medienbildung in der pädagogischen Praxis“ von Marion Lepolds und Monika Ullmanns angeschaut. Die beiden Autor*innen sehen die Mediennutzung als eine wichtige Ergänzung und Erweiterung und benennen konkrete Möglichkeiten des Einsatzes digitaler Medien. Als „roter Faden“ bleibt aber, dass hierdurch „keine Sinneswahrnehmung, kein Bewegungslernen und keine Spielerfahrung“ ersetzt werden kann.

zur Buchbesprechung bei spielen-und-lernen.online

Fachveranstaltung zum Thema „Desinformation in Kriegszeiten“

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) hat 2018 zusammen mit dem Grimme-Institut eine Modulbox mit Unterrichtsmaterialien zum Thema „Politische Medienbildung für Jugendliche. Auf Hate Speech und Fake News reagieren“ erstellt. Aus aktuellem Anlass wurde diese Box erweitert um das Thema „Krieg und Medien. Zum Umgang mit Desinformation und (Kriegs-)Propaganda“. Zur Vorstellung der neuen Inhalte lädt der DVV alle Interessierten und vorrangig Kursleiter*innen zu einer Online-Fachveranstaltung am 31. Mai 2022 ein. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich und bis zum 17. Mai möglich. Der DVV bietet für Multiplikator*innen regelmäßig medienpädagogische Workshops und Projektwochen an.

weitere Informationen und Anmeldung unter volkshochschule.de

mehr zum Projekt „MedienkulturCAMPus“ auf den Seiten des DVV

Personalisierung: Empfehlungsalgorithmen in der ZDFmediathek

Wie bei kommerziellen Video-Plattformen setzt auch das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) in seiner Mediathek Algorithmen ein. Allerdings geschieht dies ausschließlich im Rahmen des öffentlich-rechtlichen Auftrags und eines gesicherten Datenschutzes. Die Empfehlungen basieren auf den Nutzungsgewohnheiten der ZDFmediathek, um das Angebot persönlicher gestalten und individuell zugeschnittene Empfehlungen geben zu können. Daten von Dritten, zum Beispiel von Sozialen Netzwerken, werden nach Angaben des ZDF nicht verwendet. Leonhard Dobusch hat für netzpolitik.org mit Andreas Grün, dem Technik-Chef der ZDF-Hauptredaktion Digitale Medien gesprochen.

zum Interview mit Andreas Grün bei netzpolitik.org

Online-Konferenzen: KI-Tool soll Körpersprache analysieren

Der US-Konzern Zoom arbeitet für seine Videokonferenz-App offenbar an einem Tool, das mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) die Körpersprache der Teilnehmer*innen auswerten soll, um deren Verhalten und ihre Emotionen und Gefühle zu bewerten. Ähnliches gibt es mit der Anwendung Zoom IQ bereits für die Analyse von Gesprächen. Bürgerrechtler*innen kritisieren dieses Vorhaben, mehrere Organisationen haben bereits einen offenen Brief an das Unternehmen verfasst. Neben dem Datenschutz beinträchtige dies zudem die Chancengleichheit und könne zu Diskriminierungen führen.

mehr hierzu in einem Beitrag von SPIEGEL online