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Medienkompetenz­­vermittlung beim ÖRR
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Schulung: Hate Speech / Fake News
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Relevante Meldungen zu Medienbildungsthemen: Hier finden Sie tagesaktuell die wichtigsten Nachrichten und Beiträge aus dem deutschsprachigen Raum – die neuesten stehen oben!

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Studie in Bayern zum effektiven Einsatz von Tablets an Schulen

Das bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat unter dem Titel „Schule von morgen“ ein Pilotprojekt gestartet, um alle Schüler*innen einzelner Jahrgangsstufen in Bayern mit digitalen Endgeräten auszustatten. Um Handlungsempfehlungen für den Einsatz abzuleiten, untersucht die Universität Würzburg zeitgleich über einen Dreijahres-Zeitraum bis 2025, wie der Einsatz von Tablets im Schulunterricht die Motivation und den Lernerfolg am effektivsten steigern kann.

mehr hierzu in einer Mitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales

Vorschriften für Algorithmen durch den Digital Services Act

Das Europaparlament will mit einem Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) das Internet und insbesondere große Konzerne wie Google und Meta stärker regulieren. Die vorbereitende EU-Kommission hat dabei nun auch die Algorithmen in den Blick genommen, die bei großen Plattformen, Sozialen Netzwerken und Suchmaschinen die jeweilige Auswahl der Inhalte gezielt für alle Nutzer*innen steuern. Im DSA verankert werden soll eine Pflicht zur Erläuterung der grundlegenden Funktionsweisen. Weitergehend wird dies aber kaum umzusetzen sein, da selbst Expert*innen oftmals die genauen Entscheidungswege der Algorithmen in den „Schwarzen Boxen“ nicht nachvollziehen können.

mehr hierzu in einem Beitrag vom Österreichischen Rundfunk

Kindersoftwarepreis TOMMI 2022: Bewerbungen für die Kinderjury

Auch in diesem Jahr unterstützt das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) wieder den Kindersoftwarepreis TOMMI. In allen teilnehmenden Bibliotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren ab sofort für eine Teilnahme in der Kinderjury bewerben, um Spiele-Apps, Computer- und Konsolenspiele und elektronischen Spielzeuge ausgiebig zu begutachten und zu testen. Und auch Kindergärten können sich bewerben und mit innovativen und praxisorientierten Digital-Konzepten ein Preisgeld von 1.500 Euro gewinnen. Die Preisverleihung findet am 23. Oktober 2022 im KiKA-Medienmagazin Team Timster statt.

alle Informationen zum TOMMI unter kindersoftwarepreis.de

zur Bewerbung von Publishern und Kindergärten und für die Kinderjury

mehr hierzu in einer Mitteilung des Zweiten Deutschen Fernsehens

young reporter – Medienkompetenz-Projekt für Jugendliche

Mit dem Projekt „young reporter“ ruft der Bayerische Rundfunk (BR) medieninteressierte Schüler*innen dazu auf, für den Sender als Reporter*in unterwegs zu sein. Junge Menschen von 14 bis 20 Jahren haben die Möglichkeit, ihre eigene Geschichte zu erzählen, zusammen mit Profis des Bayerischen Rundfunks werden diese dann journalistisch für das Fernsehen, den Hörfunk und unterschiedliche Online-Plattformen aufbereitet. Im Rahmen der ARD-Themenwoche 2022 „WIR! – Was hält die Gesellschaft zusammen?“ sollen die Beiträge im November veröffentlicht und gesendet werden.

weitere Informationen und Bewerbung beim Bayerischen Rundfunk

Safe im Recht: Chat-Beratung zu Rechtsfragen für junge Menschen

Jugendliche sind heutzutage viel im Netz unterwegs. Da ergeben sich schnell Rechts- und Hilfefragen: Was ist zu tun, wenn man in Sozialen Netzwerken oder in Chats mit digitaler Gewalt konfrontiert wird? Wie können problematische und illegale Inhalte gemeldet werden? Und was kann ich eigentlich tun, wenn ich im Netz „Mist gebaut habe“? Mit all diese Fragen können sich Kinder und Jugendliche bis etwa 21 Jahren an die kostenlose Beratungsstelle „Safe im Recht“ wenden, die vom Frankfurter Kinderschutzbund angeboten wird. Die Mitarbeiter*innen sind juristisch in unterschiedlichen Schwerpunkten geschult, für jedes relevante Thema gibt es also jeweils die richtige Ansprechperson.

zur kostenlosen Chat-Beratung unter www.safe-im-recht.de

mehr hierzu beim Frankfurter Kinderschutzbund

weitere Informationen in einer Meldung von klicksafe.de

Video-Talk zum Digitaltag – Medienkompetenz für ältere Menschen

Die Medienanstalt Rheinland-Pfalz hat sich mit vielfältigen Angeboten am diesjährigen Digitaltag (24. Juni 2022) beteiligt. Nach den Ergebnissen der aktuellen SIM-Studie (die Abkürzung steht für Senior*innen, Information und Medien), die der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) durchgeführt hat, lag ein Schwerpunkt auf dem Thema Medienkompetenz für ältere Menschen. Alexander Schweitzer (Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz), Sophie Vogt-Hohenlinde (Referentin Landespolitik & Public Affairs beim Bitkom e.V.) und Dr. Marc Jan Eumann (Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz) haben darüber in einem Online-Talk diskutiert.

zum Video-Talk „Digitale Kompetenzen für ältere Menschen“ auf den Seiten der Medienanstalt Rheinland-Pfalz

Streitthema Handy – Eltern sollten bei der Nutzung Vorbilder sein

Schon viele jüngere Kinder haben mittlerweile ein Smartphone und das wird nicht nur in der Freizeit, sondern auch auf dem Schulhof fleißig genutzt. Pro Tag werden unzählige Nachrichten gelesen und geschrieben, weiß der Schulsozialarbeiter Christian Bosse, der an der Theodor-Fontane-Grundschule in Fürstenwalde beschäftigt ist. Als problematisch sieht er die bewusste Beeinflussung der Heranwachsenden durch Influencer*innen an, aber auch das Mobbing – und sei es nur das „Bewerten“ von Mitschüler*innen in einer WhatsApp-Gruppe. Als Praktiker vor Ort sieht er besonders auch die Eltern mit ihrer Vorbildfunktion in der Pflicht.

mehr zu diesem Thema in einem Beitrag beim Märkischen Medienhaus

Bewerbung ungesunder Lebensmittel durch Junkfluencer*innen

Das Thema ist nicht neu, aber immer wieder in der Diskussion. Über ihre Profile und Kanäle auf TikTok, YouTube oder Instagram erreichen Influencer*innen (von englisch beeinflussen) besonders auch jüngere Zielgruppen. Auch wenn Werbung als solche nach den neuesten Vorgaben gekennzeichnet werden muss, ist dies für Kinder und Jugendliche nicht immer ersichtlich. Neben Kleidungsstücken werden insbesondere mehr oder weniger ungesunde Lebensmittel, Snacks und Süßigkeiten beworben. Einer Studie der MedUni Wien zufolge ist die Zahl solcher Posts viel zu hoch. Welche rechtlichen Vorgaben gibt es für diese Art der Werbung und was können Eltern tun? Die österreichische Initiative saferinternet.at bietet Informationen und Tipps.

zum Beitrag über Junk-Influencing bei saferinternet.at

Information Overload – Krisenberichterstattung im Minutentakt

Derzeit haben manche Menschen das Gefühl, in der gewaltigen Nachrichtenflut unterzugehen. Sind wir „overnewsed but underinformed“, was macht der „Information Overload“ mit uns und welche Möglichkeiten zum Gegensteuern gibt es? Diesen Fragen soll am 29. Juni 2022 beim 11. Social TV Summit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) nachgegangen werden. Gäste sind unter anderem: TikTok Researcher Marcus Bösch, Leonie Wunderlich vom Leibniz-Institut für Medienforschung, Rebecca Glinka (funk), Sammy Khamis (BR) und die Autorin Ronja von Wurmb-Seibel. Alle am Thema Interessierten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen, die Anmeldung zu dieser Online-Veranstaltung ist kostenlos.

weitere Informationen, Programm und Anmeldung unter blm.de

Bildung in Deutschland – Bericht zeigt Trends und Perspektiven

Am vergangenen Donnerstag (23. Juni 2022) ist der nationale Bericht „Bildung in Deutschland 2022“ veröffentlicht worden, mit dem das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) jeweils 2-jährlich über die Entwicklungen in sämtlichen Bildungsbereichen informiert. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Erhöhung von digitalen Angeboten während der Corona-Pandemie. Die Weiterbildungsbeteiligung blieb im Jahr 2020 hoch: Unter den 18- bis 69-Jährigen bildeten sich 57 % non-formal und sogar 69 % informell weiter. Ein wichtiges Handlungsfeld bleibt jedoch ein verstärkter Ausbau der digitalen Infrastruktur. So konnten Veranstaltungen teilweise nicht umgesetzt werden, weil für die Lernenden Endgeräte gefehlt haben.

zum Abruf aller Ergebnisse unter bildungsbericht.de

weitere Informationen beim Deutschen Institut für Erwachsenenbildung

Podclass Contest 2022/23 – Audio-Wettbewerb für Schüler*innen

Das Medium Podcast erlebt nach wie vor einen Boom, vielleicht auch durch die unbefangenere Art der Produktion und ein großes Spektrum bei der Gestaltung. Um Schüler*innen die Welt der Podcasts näherzubringen, startet der Norddeutsche Rundfunk (NDR) in diesem Jahr zum ersten Mal den „Podclass Contest“. Alle achten und neunten Schulklassen im Sendegebiet des NDR (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg) können teilnehmen. Die Sieger*innen-Teams lädt der NDR in seine Aufnahmestudios ein. Dort bekommen sie die Möglichkeit, die erste Episode ihres Podcasts professionell zu produzieren.

mehr zum Wettbewerb beim Norddeutschen Rundfunk

Umstrittenes Projekt: Sprachtraining für Sprachassistent*innen

Mit ihrer allbekannten Stimme ist die Sprachassistent*in Alexa mittlerweile in vielen Haushalten präsent. Bislang konnte das Gerät mit der dazugehörigen Künstlichen Intelligenz (KI) die Stimme von Nutzer*innen erkennen. Der Amazon-Konzern, der die Services von Alexa anbietet, will aber nun noch einen Schritt weitergehen. In wenigen Minuten soll das Gerät andere Stimme erlernen und imitieren. Plötzlich spricht also zum Beispiel die Oma zu uns und kann ihren Enkelkindern Märchen vorlesen etc. Kritiker*innen haben bei diesem Vorhaben allerdings Bedenken. Zum einen könnten Kriminelle dies missbrauchen, zum anderen geraten auch grundsätzliche ethische Fragen in den Blick.

weitere Informationen hierzu in einer Meldung von tagesschau.de

Digitale Teilhabe: Botschafter*innen vermitteln Wissen als Scouts

Zur Förderung der digitalen Teilhabe aller Bürger*innen hat das Land Rheinland-Pfalz seit dem Jahr 2018 innerhalb der Digitalisierungsstrategie das Projekt „Digital-Botschafterinnen und -Botschafter“ gefördert und entwickelt. Durch den Aufbau eines Netzwerks von ehrenamtlich aktiven Multiplikator*innen sollen all diejenigen erreicht werden, die bislang wenig bis gar keine Erfahrungen mit Internet, Smartphone und Co. haben – das sind insbesondere ältere Menschen. Das Land und die Medienanstalt Rheinland-Pfalz haben nun am bundesweiten Digitaltag (24. Juni 2022) einen Evaluationsbericht vorgestellt. Dieser zeigt, wie gut die Digital-Botschafter*innen angenommen werden und Senior*innen auf dem Weg in die digitale Welt begleiten.

weitere Informationen in einer Mitteilung des Landes Rheinland-Pfalz

Können Minderjährige verantwortungsvoll mit Medien umgehen?

Zunehmend sind auch jüngere Kinder mit ihren Smartphones im Netz unterwegs, vergnügen sich mit Spiele-Apps oder schauen Videos auf TikTok und YouTube. Für Eltern und Erziehende steht da immer die Frage im Raum, inwiefern Kinder vor gefährlichen Inhalten und einer übermäßigen Nutzung geschützt werden müssen. Kurz gesagt danach, ob und inwiefern sie überhaupt schon verantwortungsbewusst mit den digitalen Medien umgehen können. Für die „Media Bubble“, das ist der Medienblog des Instituts für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen, beleuchtet Nadja Lämmle das Thema aus mehreren Richtungen. Wie kann die Medienkompetenz von Heranwachsenden gestärkt werden? Und wie sinnvoll ist die Einführung eines speziellen Schulfachs zur „Medienerziehung“ oder „Digitalkunde“?

zum Blogbeitrag von Nadja Lämmle bei media-bubble.de

Studie zur Bewegtbildnutzung der österreichischen Bevölkerung

Im Rahmen der „Screenforce Days“, dem Event für TV-Vermarkter*innen und Werbetreibende im gesamten deutschsprachigen Raum, haben die Arbeitsgemeinschaft TELETEST (AGTT) und die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR Medien) am Donnerstag (23 Juni 2022) die Ergebnisse der aktuellen „Bewegtbildstudie“ vorgestellt, mit der jährlich die Nutzung von TV- und Video-Angeboten in Österreich untersucht wird. Ein zentrales Ergebnis: Der Bewegtbildkonsum pro Tag bleibt auf sehr hohem Niveau und erreicht nun durchschnittlich 4 Stunden und 21 Minuten. Starke Unterschiede zeigen sich in den Altersgruppen beim Online-Konsum: Bei den 14- bis 49-Jährigen macht dieser bereits 49,3 % der täglichen Bewegtbildnutzung aus.

weitere Informationen und Download der Studie auf den Seiten von RTR Medien

Digitale Transformation – Die Arbeitswelt von Morgen mitgestalten

Schlagworte wie „Design Thinking“ oder „New Work“ gehören für große Technik-, Wirtschafts- und auch für Medienkonzerne längst zum Alltag. Fest steht: Die Lebens- und Arbeitswelt wird sich in den nächsten Jahren durch die Digitalisierung weiter grundlegend verändern. Um Fachkräfte gezielt zur Mitgestaltung dieses Wandels auszubilden, bietet die SRH Hochschule Heidelberg seit Oktober 2021 den neuen Masterstudiengang Digitale Transformation an. Anlässlich des Digitaltags 2022 am vergangenen Freitag (24. Juni 2022) hat Benjamin Zierock – Professor für Design und Innovationsentwicklung – dargelegt, welches Umdenken erforderlich ist.

mehr hierzu in einer Mitteilung der SRH Hochschule Heidelberg

weitere Informationen zum Digitaltag 2022 unter digitaltag.eu

Instagram: Gesichts-Scan für Altersverifikation

Instagram, TikTok und Co. sind laut Nutzungsbedingungen erst für Jugendliche ab 13 Jahren erlaubt. Trotzdem werden beide Apps auch schon von (jüngeren) Kindern genutzt. Viele Inhalte sind allerdings nicht geeignet für beide Altersklassen. Meta, der Betreiber von Instagram, probiert daher verschiedene Maßnahmen aus, das Alter der Nutzer*innen festzustellen. Derzeit soll ein Gesichts-Scan darüber Aufschluss geben, der in den USA getestet wird. Genutzt wird dafür die KI-Software „Yoti“, die 2021 von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) positiv bewertet wurde.

zum Artikel bei heise.de

zur KJM-Beurteilung von „Yoti“

Pädagogischer Medienpreis 2022

Noch bis zum 31. Juli 2022 können Anbieter, Verlage und Entwicklerstudios, aber auch Kinder, Eltern und Fachkräfte pädagogisch wertvolle Medienprodukte für den Pädagogischen Medienpreis vorschlagen. Diese müssen zwischen September 2021 und August 2022 erschienen sein bzw. erscheinen. Der Preis wird vom „SIN – Studio im Netz e.V.“ vergeben, einer gemeinnützigen medienpädagogischen Facheinrichtung aus München.

zur Website des Pädagogischen Medienpreises

Grimme Online Award 2022: Die Preisträger

„Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen?“, „Slahi – 14 Jahre Guantánamo“, „Umwelt in Ostdeutschland“, „Nuclear Games – Die atomare Bedrohung“, „safespace.offiziell“, „Im Dunkeln – ein Leuchten“, „Kandvala“, „CORRECTIV.Lokal“ und „Scobel“ – das sind die Netzangebote, die am gestrigen Abend (23.06.2022) den Grimme Online Award 2022 verliehen bekommen haben. Das gegenwärtig große Thema, der Krieg in der Ukraine, war nicht vertreten in den Angeboten – und doch war es bei der Verleihung ständig präsent, da die ausgezeichneten Angebote durchaus inhaltliche Bezüge hatten: Krieg, Verschwörungserzählungen, vorbildliches journalistisches Arbeiten.

weitere Informationen in der Pressemitteilung des Grimme-Instituts

alle Preisträger in der Übersicht

Microsoft: Neue KI-Regelungen

Microsoft hat sich mit der Überarbeitung seiner „Responsible AI Standards“ geänderte Regeln zu den Themen Künstliche Intelligenz und Algorithmen auferlegt: Einzelne Dienste bzw. Funktionen werden aus ethischen Gründen komplett eingestellt, so zum Beispiel das Erkennen von Emotionen in der Gesichtserkennung sowie von Identitätsmerkmalen (Geschlecht, Alter, Haare usw.), andere Funktionen nur noch ausgewählten Kunden zur Verfügung gestellt: mit klaren Regeln zur Verwendung.

zur Meldung bei t3n.de

Digitaltag gestartet

Heute (24. Juni 2022) findet der bundesweite Digitaltag statt. Hinter dem Aktionstag steht die Initiative „Digital für alle“, die sich aus Vertretern von 28 staatlichen, kulturellen, kirchlichen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Organisationen zusammensetzt. Auf dem Programm stehen Workshops und Seminare, Präsentationen von kreativen Projekten und mehr – rund um die Teilhabe an der Digitalisierung. Der Digitaltag kann live mitverfolgt werden.

zur Website mit Livestream und weiteren Informationen

Bildungssalon: KI im Unterricht

Der Bildungssalon ist eine Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB). Viermal im Jahr diskutieren und erproben Fachleute die Chancen und Möglichkeiten digitaler Medien im Unterricht oder in der Projektarbeit. Ende März ging es um „Künstliche Intelligenz in der Schule“: Gesprochen wurde über die Unterscheidung zwischen starker und schwacher KI, um einfache Methoden, auch schon Grundschulkindern KI nahezubringen, um Diskriminierung durch Algorithmen. Auf der Website der BpB findet sich eine Zusammenfassung der einzelnen Programmpunkte.

zur Website des BpB-Bildungssalons

Erste Standards für Metaverse?

Über 30 Tech-Unternehmen möchten gemeinsam offene Standards für das Metaversum ausarbeiten – und das, obwohl die Teilnehmer an dieser Arbeitsgruppe unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was das „Metaversum“ eigentlich ist: Kann schon ein Multiplayer-Onlinespiel als solches bezeichnet werden oder ist es doch eher eine zweite Lebenswelt auf digitaler Basis? Einig sind sich die Beteiligten, dass mögliche Schnittstellen der unterschiedlichen Welten miteinander kompatibel sein sollten – und dafür sollen nun Standards erarbeitet werden.

weitere Informationen dazu auf den Seiten von heise.de

Verleihung des „Preises für digitales Miteinander“

Zum bundesweiten Digitaltag am 24. Juni 2022 wird der diesjährige „Preis für digitales Miteinander“ verliehen: In der Kategorie „Digitale Teilhabe“ wird der Verein Neue Chance e. V. für sein Projekt „Digitales Zuhause – Internet, Medienkompetenz und Inklusion für wohnungslose Menschen“ ausgezeichnet, in der Kategorie „Digitales Engagement“ die „Senf.app“, die Bürger*innen der Stadt Köln Mitsprache bei der Stadtentwicklung bietet. Über 250 Bewerbungen lagen vor, aus denen eine prominent besetzte Jury die Preisträger*innen auswählte. Hinter dem Aktionstag steht die Initiative „Digital für alle“, die sich aus Vertretern von 28 Organisationen zusammensetzt.

zur Meldung auf digitaltag.eu

MedienpädagogikPraxisCamp – jetzt anmelden!

Am 7. und 8. September findet in Fulda das Barcamp des bekannten „Medienpädagogik Praxis-Blogs“ statt. Über Themen rund um Medienpädagogik, Bildung und Gesellschaftspolitik wird diskutiert und informiert, vorgestellt und berichtet. Und wie das bei einem Barcamp so ist: Die einzelnen Themen und Beiträge bestimmen die Teilnehmenden selbst. Im letzten Jahr ging es beispielsweise um den Stand der Medienpädagogik, TikTok, mobile Medienarbeit, Nachhaltigkeit und den Sinn von medienpädagogischen Angeboten für Eltern und Fachkräfte.

weitere Informationen zum Barcamp und zur Anmeldung

Digitaltag 2022 – Bevölkerung sieht die Digitalisierung als Chance

Im Vorfeld des bundesweiten Digitaltags am 24. Juni 2022 hat Bitkom Research im Auftrag der Initiative „Digital für alle“ die deutsche Bevölkerung repräsentativ nach Meinungen zur Digitalisierung befragt. Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage wurden am Dienstag (21. Juni 2022) veröffentlicht. Ein zentrales Ergebnis dabei: Eine große Mehrheit (87 %) der Deutschen sieht die Digitalisierung als Chance, selbst die über 75-Jährigen sehen das so (71 %). Es zeigt sich eine große Offenheit für digitale Technologien, für 89 % sind diese nicht mehr wegzudenken. Allerdings gibt es auch Befürchtungen einer digitalen Spaltung der Gesellschaft (58 %) und 8 von 10 der Befragten wünschen sich eine verstärkte Förderung von Digital- und Medienkompetenzen.

mehr hierzu in einer Meldung der Initiative „Digital für alle“

weitere Informationen zum Digitaltag 2022 am 24. Juni 2022 unter digitaltag.eu

Projekt SpaceLab der Popakademie bringt Livemusik ins Metaverse

Neu gestaltete virtuelle Welten für den Kunst- und Kulturbetrieb zu nutzen oder gar auch Künstliche Intelligenz (KI) – dieses Ansinnen wird schon seit einiger Zeit von Protagonist*innen der „Szene“ geäußert. Einen Schritt in diese Richtung geht nun die Popakademie Baden-Württemberg, indem sie mit dem Projekt SpaceLab Livemusik in das Metaverse bringt. Dafür wurden von Studierenden 3D-Räume geschaffen und neue Interaktionsmöglichkeiten installiert. Allen Interessierten soll auf diese Weise ein erster Zugang zu künstlichen Welten und Non-Fungible Tokens (NFT), also virtuellen Echtheitszertifikaten vermittelt werden. Los geht es am 24. Juni 2022 mit einem Konzert von The Kii und Elijah Malik.

zum Konzert im Metaverse unter space-lab-experience.de

weitere Informationen bei der Popakademie Baden-Württemberg

Fehlinformationen im Netz erkennen: Tipps und Links für den Alltag

Täglich werden wir im Netz und in den Sozialen Netzwerken mit Fake News, also Falschnachrichten und Desinformationen konfrontiert. Aber wie können diese erkannt und eine Weiterverbreitung unterbunden werden? Neben dem bekannten Selbsttest und der Weiterbildungsdatenbank gibt es beim #DigitalCheckNRW nun die neue Info-Seite „Wie kann ich Fake News erkennen?“ Dort finden alle Bürger*innen neben praktischen Tipps zahlreiche Links und ein Glossar zum Thema.

zur neuen Info-Seite „Wie kann ich Fake News erkennen?“

weitere Informationen in einer Mitteilung des #DigitalCheckNRW

Kunst oder Spaß? Künstliche Intelligenz (KI) erstellt Bilder

Zunächst erscheint das Projekt wie ein schöner Gag: Ich schreibe am PC oder am Handy etwas in ein Eingabefeld – und eine KI-Software erstellt daraus ein Bild. Die Software stammt von der Forschergruppe Open AI, finanziert wird das Projekt, DALL·E mini genannt (nunmehr unter dem Namen Craiyon fungierend), von Elon Musk und dem Microsoft-Konzern. Die Bildergebnisse sind teilweise witzig, teilweise wirken sie wie Kunstwerke – oft erscheinen sie aber noch fehlerhaft oder unfertig. Doch das kann sich schnell ändern, denn es existiert bereits eine deutlich weiterentwickelte, aber noch nicht öffentliche Version der Software.

zum künstlichen KI-System DALL·E mini / Craiyon

mehr hierzu in einem Beitrag von Matthias Schüssler bei zsz.ch

Ratgeber zur Diskriminierung durch algorithmische Systeme

Algorithmen sind in unserer Lebenswelt inzwischen allgegenwärtig und mehr oder weniger unauffällig operieren sie im Hintergrund und bestimmen unser Leben mit. Da die Systeme auf Datenbanken zurückgreifen und rein maschinell handeln, kann es zu Diskriminierungen bzw. zu Chancenungleichheiten kommen, zum Beispiel bei der Vergabe von Krediten, bei der Bewerbung für eine Stelle, aber auch in völlig unvermuteten Bereichen. Der nun erschienene Ratgeber „Automatisierte Entscheidungssysteme und Diskriminierung” nimmt das Thema unter die Lupe, verdeutlicht die Prozesse und nennt konkrete Fallbeispiele. Beratungsstellen und Betroffene finden hier Hinweise, Checklisten, Quellen und Kontaktinformationen zu Anlaufstellen für konkrete Hilfestellungen.

weitere Informationen und Download des Ratgebers bei algorithmwatch.org

TikTok macht Zusagen bei den EU-Verbraucherschutzvorschriften

Die Video-Plattform TikTok des chinesischen Konzerns Bytedance steht oftmals in der Kritik, auch wegen Verstößen gegen die EU-Verbraucherschutzvorschriften. Der Europäische Verbraucherverband (BEUC) bemängelte dies bereits im Februar 2021, zum Beispiel hinsichtlich des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor versteckter Werbung und verstörenden bzw. unangemessenen Inhalten. Im Dialog haben die Anbieter*innen von TikTok nun eingelenkt und wollen verpflichtend die Einhaltung der Vorgaben umsetzen. Das Netz für die Zusammenarbeit im Verbraucherschutz (CPC-Netz) wird dies aktiv überwachen. Die Datenschutzbehörden werden dann bewerten, ob die neuen Richtlinien und Praktiken des Unternehmens mit den EU-Datenschutzvorschriften im Einklang stehen.

mehr hierzu in einer Mitteilung der Europäischen Kommission

Digitalisierung der Bildung: Förderung von vier Kompetenzzentren

Moderne Schulen brauchen Lehrer*innen mit umfangreichen Kompetenzen zur Gestaltung eines digitalen und digital gestützten Schulunterrichts. Um dies umfassend zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Dienstag (21. Juni 2022) die Förderung von insgesamt vier Kompetenzzentren auf den Weg gebracht. Den Grundstein dafür legt ein Kompetenzzentrum für die MINT-Fächer (Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Physik, Sachkunde). Folgen sollen drei weitere Kompetenzzentren mit unterschiedlichem Fokus: Sprache, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaft, musisch-kreative Fächer und Sport sowie zur digitalen Schulentwicklung.

mehr hierzu beim Bundesministerium für Bildung und Forschung

Forschung: Wie Medien Vorstellungen von der DDR geformt haben

Im Rahmen des Forschungsverbunds „Das mediale Erbe der DDR“, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, haben Wissenschaftler*innen vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF), der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Freien Universität Berlin (FU) seit 2018 in 15 Einzelprojekten untersucht, wie Medien und Medienschaffende allgemeine Vorstellungen über die DDR vor und nach 1989 geformt haben. Die Ergebnisse und Erkenntnisse werden am 7. und 8. Juli 2022 auf einer zweitägigen Tagung in Potsdam präsentiert. Die Veranstaltung wird zudem als Webinar angeboten, alle Interessierten sind zur Teilnahme eingeladen.

weitere Informationen und Anmeldung unter zzf-potsdam.de

zur Webseite des Forschungsverbunds „Das mediale Erbe der DDR“

mehr zu den Projekten in einer Meldung des Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam bei idw-online.de

„Digitale Rebellen“ – Staatliche Überwachung und Zensur

Im digitalen Zeitalter gehören Zensur von kritischen Webseiten, Propaganda staatlicher Medien und gezielte Desinformation besonders in Ländern wie Russland oder China zum Alltag und Regierungskritiker*innen werden dort verfolgt. Vereinzelt geht aber auch der liberale, demokratische Westen hart gegen Kritiker*innen vor – das zeigt der Fall Julian Assange. Der Gründer und Sprecher von WikiLeaks sitzt ohne Urteil im Gefängnis in London. Das Internet ist zum Kampfplatz um die Wahrheit geworden: Um mutige „digitale Rebellen“ soll es daher in einer Dokumentation von „ZDFzoom: Digital Empire“ am 22. Juni 2022 gehen. Der Film von Anna Loll ist in der Mediathek spätestens ab dem Sendetermin verfügbar.

mehr zu Doku beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF)

weitere Informationen und Videos zu „ZDFzoom: Digital Empire“

Internet-ABC: Lernmodule für Kinder überarbeitet

Ab sofort sind die beliebten Lernmodule im Internet-ABC in einer überarbeiteten und erweiterten Version online. In 15 Stationen können sich Schüler*innen der Klassen 3 bis 6 selbstständig und spielerisch notwendiges Basiswissen für den sicheren Umgang mit dem Netz aneignen. Neben vielen technischen Verbesserungen schließt jetzt jedes Modul mit einem Abschlussquiz ab, für das eine Urkunde heruntergeladen werden kann. Jedes Quiz ist auch als PDF verfügbar, auf diese Weise können Lehrkräfte offline einen kleinen „Test“ mit den Kindern machen. Zusätzlich gibt es zu jedem Online-Modul Materialien mit einem Verlaufsplan, Arbeitsblättern und Tipps zur Gestaltung einer Unterrichtseinheit.

mehr zu den überarbeiteten Lernmodulen im Internet-ABC

Informationskrieg – Medienkompetenz zwischen Fake und Fakten

In der Medienpädagogik und bei der Arbeit im Bildungsbereich rückt das Thema Informationskompetenz zunehmend in den Fokus. Wie kann diese vermittelt werden und wie können Jugendliche und junge Erwachsene einen kritischen Umgang mit medialen Inhalten erlernen? Darum ging es am 1. Juni 2022 in einem Online-Talk mit Mirko Drotschmann (MrWissen2go, Terra X) und Julia Ley (BR24-Faktenfuchs). Das etwa einstündige Gespräch ist bei YouTube abrufbar und richtet sich an alle Interessierten, insbesondere aber auch an Lehrkräfte sowie Fachkräfte aus der Jugendarbeit und Medienpädagogik.

zum Mitschnitt des Online-Talks bei interaktiv-muc.de

Was ist Grooming?

Kinder und Jugendliche sind im Netz vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Besonders in den Sozialen Netzwerken, über Messenger-Dienste, Chat-Funktionen von Apps und bei Computerspielen können sie Opfer des sogenannten Cyber- oder Online-Groomings werden. Dabei werden sie gezielt mit der Absicht der sexuellen Belästigung oder des sexuellen Missbrauchs angesprochen. Grooming findet aber, wie ein aktueller Fall deutlich zeigt, nicht nur im Internet statt. Bei standard.at erläutert die Rechtsanwältin Patricia Hofmann den Begriff, die Vorgehensweise der Kriminellen und die aktuelle Rechtslage in Österreich.

zum Blog-Beitrag von Patricia Hofmann bei standard.at

Medienminister*innen der G7-Staaten wollen Pressefreiheit stärken

Auf Einladung von Staatsministerin Roth trafen sich die Medienminister*innen der G7-Staaten am Sonntag (19. Juni 2022) in Bonn. Im Mittelpunkt der Besprechungen sollte dabei die Stärkung der Presse- und Meinungsfreiheit, die Bekämpfung von Falschinformationen und Desinformation sowie verbesserte Arbeitsbedingungen für Medienschaffende stehen. Beschlossen wurde schließlich ein weitreichendes gemeinsames Kommuniqué. Das ist ein „Riesenerfolg für uns Journalisten und die Pressefreiheit“, konstatiert Hendrik Zörner in einem Kommentar für den Deutschen Journalisten-Verband (DJV).

mehr zum Treffen auf den Seiten der Bundesregierung

weitere Informationen in einer Meldung bei sueddeutsche.de

zum Kommentar von Hendrik Zörner beim Deutschen Journalisten-Verband

Radioschule gibt Teens Einblick in die redaktionelle Hörfunk-Arbeit

Mit Unterstützung des Deutschen Kinderhilfswerks (DKHW) sendet ByteFM am heutigen Dienstag (21. Juni 2022) die erste Folge des neuen Formats „Radioschule“, das auf dem Sendeplatz von „Teenage Kicks“ ausgestrahlt wird. Mit der Radioschule sollen die Jugendliche einen Einblick in redaktionelle Hörfunk-Arbeit bekommen und erste eigene Erfahrungen mit der Produktion von (musik-)journalistischen Sendungen machen. Dabei soll aber auch Erwachsen gezeigt werden, wie Kinder und Jugendliche Musik wahrnehmen, was sie darüber denken und was sie daran interessant, gut oder kritisch finden. ByteFM ist ein Radiosender ohne Werbespots und wird im Webstream und in Hamburg über UKW-Frequenzen übertragen.

mehr zur ersten Folge der Radioschule bei ByteFM

weitere Informationen in einer Mitteilung von ByteFM

Medientrixx 2022/23 – Gezielte Förderung von Medienkompetenz

Das Projekt Medientrixx, das der Südwestrundfunk (SWR) zusammen mit starken Partner*innen anbietet, soll dabei helfen, Medienkompetenz spielerisch aufzubauen. Es richtet sich an Kinder, Eltern und Lehrkräfte gleichermaßen. Der SWR und das rheinland-pfälzische Bildungsministerium haben aus allen Einsendungen zehn Schulen ausgewählt, die im Schuljahr 2022/23 kostenlos mit medienpädagogischen Angeboten gefördert und mit einer Plakette geehrt werden sollen. Im Rahmen von Medientrixx gibt es für die Kinder junge Internet-Lernangebote, in Workshops können Lehrer*innen ihr Wissen zum Lernen mit digitalen Medien und Bildrechten im Internet vertiefen. Elternabende zur Medienkompetenz informieren über Soziale Netzwerke und Datenverantwortung, Online-Spiele und Kostenfallen.

mehr zum Projekt Medientrixx beim Südwestrundfunk

weitere Informationen in einer Meldung des Südwestrundfunks

TikTok und der Datenschutz – Geleakte Aufnahmen von Meetings

Die weltweit erfolgreiche Video-App des chinesischen Unternehmens ByteDance steht wegen eines unzureichenden Kinder- und Jugendschutzes immer wieder in der Kritik – dies beginnt schon bei der Nichtüberprüfung von Altersangaben bei der Anmeldung, besonders vor dem Hintergrund, dass offenbar besonders eine sehr junge Zielgruppe unter 18 Jahren angesprochen werden soll. Das Medienportal Buzzfeed ist nun an Mitschnitte von internen Besprechungen gelangt. Die Auswertung des Materials legt offen, dass es unbekannte Datenwege gibt und Mitarbeiter*innen Zugriff auf besonders sensible Daten gehabt haben.

mehr zum Report in einem Bericht von Deutschlandfunk Nova

Disney+ und Disney+ Star: Tipps für den Kinder- und Jugendschutz

Seit etwas über zwei Jahren bietet The Walt Disney Company in mehreren Ländern Europas den Streaming-Service Disney+ an. Mit vielen Filmen, hunderten von Serien und tausenden TV-Episoden von Disney, Pixar, Marvel, Star Wars, National Geographic und vielem mehr ist Disney+ besonders bei Familien sehr beliebt. Zusätzlich gibt es nun für Erwachsene das Angebot Disney+ Star. Das alles ist werbefrei und es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, personalisierte Nutzer*innen-Profile anzulegen und Kinder-Profile zu erstellen. Für Eltern und Erziehende hat die Initiative SCHAU HIN! die wichtigsten Einstellungen und Tipps zusammengefasst.

zu den Tipps zum Kinder- und Jugendschutz unter schau-hin.info

15. Volkshochschultag in Leipzig eröffnet: „Wir bilden weiter“

Derzeit findet in Leipzig der 15. Volkshochschultag statt. Begonnen hat der europaweit größte Weiterbildungskongress am Montag (20. Juni 2022) mit starken Statements gegen eine Umsatzsteuer auf vhs-Kurse. Annegret Kramp-Karrenbauer, die Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV), kündigte an, der vhs-Dachverband werde sich im Dialog mit der Politik auf Bundesebene für eine gesetzliche Klarstellung einsetzen. Unter dem Motto „Wir bilden weiter“ sollen die großen Zukunftsthemen für den Bildungsbereich auch am Dienstag (21. Juni 2022) in den Blick genommen werden. Wie kann lebenslanges Lernen wirksam zum Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft, zur digitalen Teilhabe der breiten Bevölkerung und zu einem starken Bewusstsein für Nachhaltigkeit beitragen?

weitere Informationen und Livestream auf der DVV-Webseite

mehr hierzu in einer Mitteilung des Deutsche Volkshochschul-Verbands

Gefährdung der Privatsphäre durch Spiele- und Bildungs-Apps

Viele für Kinder und Jugendliche konzipierte Spiele- und Bildungs-Apps aus dem Apple App Store und dem Google Play Store verletzten die Privatsphäre der jungen Zielgruppe. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Unternehmens Pixalate, das eine Analyseplattform für Daten- und Betrugsschutz anbietet. Insgesamt sind von den Expert*innen nahezu 400.000 Apps untersucht worden. In relativ vielen Fällen wurden Unsicherheiten festgestellt, bei der Ermittlung des Standorts, der Freigabe von Kamera und Mikrofon sowie der Weitergabe von IP-Adressen.

mehr zur Studie in einer Meldung von pressetext.com

Uni Augsburg: Forschungen zum digitalen Stress im Medienalltag

In allen gesellschaftlichen Gruppen hat die Nutzung digitaler Medien in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Oftmals wird dabei auch von einem „digitalem Stress“ berichtet, den Nutzer*innen empfinden. Mit dem Projekt „Digitaler Stress im Medienalltag“ will die Universität Augsburg diese Stresserfahrungen in mehreren Dimensionen untersuchen. Die Erhebungen der Langzeitstudie sind mittlerweile erfolgreich abgeschlossen worden, nun folgen die einzelnen Auswertungen. Die Ergebnisse des Projekts können für die Entwicklung von Konzepten für den individuellen Umgang mit digitalen Stresssituationen bzw. für Familien, öffentliche Bildungseinrichtungen und Schulen dienen.

mehr zum aktuellen Stand der Studie unter scilogs.spektrum.de

weitere Informationen zum Forschungsprojekt bei der Universität Augsburg

Kostenlose Online-Workshopreihe: „Digital fit fürs neue Schuljahr“

In Österreich wird ab Herbst, nach einer Testphase, die „Digitale Grundbildung“ ein Pflichtfach, ab dem Jahr 2023 folgen die Volksschulen mit dem Unterrichtsfach „Medienbildung“. Um Pädagog*innen bei der Umsetzung zu unterstützen, bietet die von der Europäischen Union (EU) geförderte und im Rahmen des Programms Digital Europe (DEP) umgesetzte Initiative saferinternet.at gemeinsam mit A1 digital.campus eine Workshopreihe „Digital fit fürs neue Schuljahr“ an. Das Angebot ist sowohl als Serie als auch als Einzeltermin bis zum 3. August 2022 buchbar. Es richtet sich an alle Lehrkräfte in Österreich, besonders aber an die Lehrer*innen in der ersten Sekundarstufe.

weitere Informationen und die Workshopthemen unter a1digitalcampus.at

Neue Reuters-Studie zeigt Nachrichtenvermeidung und Misstrauen

Eigentlich richtet sich der Digital News Report 2021 des „Reuters Institute for the Study of Journalism“ an der University of Oxford eher an ein Fachpublikum. Die aktuellen Ergebnisse sind aber insbesondere auch für den gesamten Medienbereich sowie für Politik und Gesellschaft von Bedeutung. Es zeigt sich ein immer größeres Misstrauen gegenüber den Medien, insbesondere in den USA. Zudem informieren sich die Nutzer*innen zunehmend über Soziale Netzwerke wie TikTok und Instagram, in Ländern wie Thailand, den Philippinen und Kenia sogar hauptsächlich. Dies und eine sichtbare und verstärkte Haltung zur Nachrichtenvermeidung sind gefährlich für unsere demokratischen Grundlagen.

mehr hierzu in einem Kommentar von Martin Muno bei der Deutschen Welle

zu den Ergebnissen des Digital News Reports 2021 unter reutersinstitute.politics.ox.ac.uk

Automatisierte Erkennung von Hate Speech und Fake News im Netz

Zunehmend schwappt das Netz über vor Hassbotschaften und Falschnachrichten. Händisch und redaktionell betreut durch Redakteure bzw. Moderatoren ist dieses Problem längst nicht mehr in den Griff zu bekommen. Daher rückt die Idee in den Vordergrund, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) verdächtige Posts und Nachrichten zu filtern. Damit beschäftigt sich das Forschungsprojekt „DeTox – Detektion von Toxizität und Aggressionen in Postings und Kommentaren im Netz“, das durch die „Forschungsförderung Cybersicherheit“ des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport gefördert wird.

mehr hierzu in einem Beitrag von forschung-und-lehre.de

weitere Informationen zum DeTox-Projekt bei der Universität Darmstadt

Fortbildung für Lehrkräfte aller Fächer zum Thema Algorithmen

Längst sind sie überall präsent und bestimmen unser Leben mit: die Algorithmen. Um Schüler*innen im Unterricht vermitteln zu können, wie Algorithmen im Hintergrund von Sozialen Netzwerken und Software-Anwendungen arbeiten und inwiefern grundlegendes Wissen darüber wichtig ist, bietet die Verbraucherzentrale anlässlich des bundesweiten Digitaltags eine Fortbildung für Lehrende der Sekundarstufe I (ab Klasse 9) und Sekundarstufe II an. Die Schulung ist Teil des Projekts „Algorithmen-Kontrolle“, das vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert wird.

weitere Informationen und Anmeldung unter verbraucherbildung.de

mehr zum Projekt „Algorithmen-Kontrolle“ auf der Webseite algo-was.de

weitere Informationen zum Digitaltag 2022 unter digitaltag.eu

Fortbildung für Lehrkräfte aller Fächer zum Thema Algorithmen

Längst sind sie überall präsent und bestimmen unser Leben mit: die Algorithmen. Um Schüler*innen im Unterricht vermitteln zu können, wie Algorithmen im Hintergrund von Sozialen Netzwerken und Software-Anwendungen arbeiten und inwiefern grundlegendes Wissen darüber wichtig ist, bietet die Verbraucherzentrale anlässlich des bundesweiten Digitaltags eine Fortbildung für Lehrende der Sekundarstufe I (ab Klasse 9) und Sekundarstufe II an. Die Schulung ist Teil des Projekts „Algorithmen-Kontrolle“, das vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert wird.

weitere Informationen und Anmeldung unter verbraucherbildung.de

mehr zum Projekt „Algorithmen-Kontrolle“ auf der Webseite algo-was.de

weitere Informationen zum Digitaltag 2022 unter digitaltag.eu

Hybride Formen des Lehrens und Lernens – Schulversuch in Berlin

Die Pandemie hat wichtige Anstöße zur Digitalisierung der Schulen gegeben, die weiterentwickelt und diskutiert werden sollten. Damit dieser Prozess weiter in Gang bleibt, hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin einen Schulversuch „Hybrides Lehren und Lernen” durchgeführt. Insgesamt 17 Schulen und eine Einrichtung des Zweiten Bildungswegs waren mit dabei und haben sich an diesem Beitrag zur Gestaltung zeitgemäßen Lernens beteiligt. In einem Online-BarCamp wurden nun erste Ergebnisse präsentiert.

mehr hierzu in einer Meldung der Berliner Zeitung

weitere Informationen zum Schulversuch bei learninglab.de

Neue Software bietet Generalschlüssel für die digitale Bildungswelt

Die Digitalisierung der Schulen schreitet in Deutschland voran und immer mehr Schüler*innen und Lehrkräfte gehen über unterschiedliche Portale ins Netz. Um länderübergreifend einen einheitlichen und sicheren Zugang zu den jeweiligen Angeboten zu gewährleisten, wurde Anfang 2021 im Rahmen des DigitalPakts Schule das länderübergreifende Projekt VIDIS (Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen) gestartet, das nun in eine groß angelegte Pilotphase gehen soll. Entwickelt wird VIDIS vom Medieninstitut der Länder (FWU), das Land Rheinland-Pfalz nimmt daran mit der Plattform Schulcampus RLP teil.

weitere Informationen auf der Projektwebseite vidis.schule

mehr zum Projekt auf den Seiten der Kultusministerkonferenz

zur Mitteilung über die Aktivitäten von des Landes Rheinland-Pfalz

Virtuelle Influencer*innen für das Marketing der Zukunft?

Virtuelle Kreaturen, die als künstliche und nicht real existierende Gestalten anvisierten Zielgruppen eine perfekte Projektionsfläche bieten – was Norman Spinrad schon Ende der 1990er-Jahre in seinem Science-Fiction-Roman „Little Heroes“ beschrieben hat, ist nun realistisch greifbar. Mehrere Software-Unternehmen haben sich zusammengeschlossen, um mit Ana eine „unfassbar“ gute Sängerin und Influencerin zu entwickeln. Mit der Unreal Engine vom Epic-Games-Framework war dies machbar. Es wurde dabei auf kleinste Details geachtet, um den „Avatar“ täuschend echt wirken zu lassen. Der Meta-Konzern sieht in solchen Kunstfiguren ein Marketingmodell für die Zukunft und hat Ähnliches schon auf Instagram getestet.

weitere Informationen in einem Beitrag bei t3n.de

Nun auch YouTube-Shorts – Kurzvideos erobern die Plattformen

Fast schon vergessen: Es begann mit den Stories bei Snapchat, die dann von Instagram kopiert wurden. An allen vorbei zog TikTok und erreicht mit seinen kurzen Videos nun ein Milliardenpublikum. Durch die Kürze der Filme mit etwa bis zu 60 Sekunden und die Glücksmomente beim variablen Swipen sind die Bildsequenzen das angesagte Medium der Zeit. Facebook hat das mit der App Lasso auch probiert, was aber nicht geklappt hat. Bei der Google-Plattform YouTube wurde die Funktion direkt in die Community der Video-Plattform implementiert und Creator*innen gleich kommerziell mit eingeschlossen – mit großem Erfolg, wie die Tagesschau berichtet.

mehr hierzu in einer Meldung von tagesschau.de

Faktencheck-Kanal will Jugendliche über Social Media erreichen

Die klassischen Redaktionen der Verlage und Sendeanstalten mit Journalist*innen und Fachexpert*innen gibt es zwar noch, aber sie sind Teil einer großen Medienwelt geworden, in der alle Nutzer*innen Informationen und Nachrichten verbreiten können. Besonders Jugendliche beziehen ihre News immer mehr aus den Sozialen Netzwerken – dort tummeln sich jedoch allerlei Fake News und die Unterscheidung zwischen Desinformation und Wahrheit ist nicht immer einfach. Um Kinder und Jugendliche dort zu erreichen, wo sie sind, will ein österreichisches Team nun mit BAIT einen Faktencheck-Kanal starten, der mit direkter Ansprache einer jungen Zielgruppe auf Instagram und TikTok präsent sein soll.

weitere Informationen in einem Beitrag bei kleinezeitung.at

Aklgorithmen bei Dating-Apps

Während der Corona-Pandemie und der damit verbunden Isolation konnten Jugendliche kaum auf „normalem“ Wege einen Partner bzw. eine Partnerin finden. Psycholog*innen gehen sogar noch weiter und sprechen von negativen Folgen für die psychische Gesundheit. Im Alter von etwa 14-18 Jahren sind ein oder zwei Jahre viel und das wirkt sich mitunter auch auf Kulturtechniken aus: Zunehmend boomen Dating-Apps wie Tinder oder Bumble. Durch die sogenannte variable Belohnung beim Swipen entstehen dabei Glückszustände und hier haken auch die – streng geheimen – Algorithmen ein. Den umstrittenen „Elo-Score“, der die Schönheit von Menschen bewertet, nutzen Anbieter*innen nach eigenen Angaben nicht mehr.

mehr hierzu bei den heute-Nachrichten vom Zweiten Deutschen Fernsehen

Jugendliche Lebenswelten: Social Media und die bewegten Bilder

Besonders Preteens und Jugendliche sind fasziniert von den bunten Welten in den Sozialen Netzwerken und verbringen dort immer mehr Zeit. Anders als die älteren Nutzer*innen mit einer „klassischen“ Mediennutzung informieren sie sich dort auch über aktuelle Nachrichten und Influencer*innen avancieren zu Meinungsmacher*innen. Besonders deutlich ist dabei der Trend zu kurzen Videos mit rasanten Schnitten, aber auch das Kino und das Fernsehen werden weiter genutzt. Was bedeutet dies für jugendliche Lebenswelten und welche Chancen und Risiken gibt es? Dies soll am 13. Juli 2022 Thema eines kostenfreien Online-Seminars sein, das mit einem Impulsvortrag von Michael Gurt vom JFF – Institut für Medienpädagogik startet.

weitere Informationen und Anmeldung unter medien-weiter-bildung.de

Im Bann von TikTok – Warum die App so viele Menschen fesselt …

Immer mehr Menschen geraten in den Sog von TikTok. Allein Deutschland – das zeigen aktuelle Untersuchungen – verbringen die Nutzer*innen im Durchschnitt etwa 45 Minuten am Tag mit dem Betrachten von Videos in der App. Das ist wesentlich mehr Zeit, als für WhatsApp oder Instagram verwendet wird. Warum ist das so, warum ist TikTok so fesselnd? Für das MDR-Medienmagazin ZAPP hat sich Daniel Frevel auf Spurensuche begeben und ist auf einen Mix aus bunt gestalteten Posts, Algorithmen und den Reiz des Swipes gestoßen – wir sollen also alle quasi durch und von TikTok „erwischt“ werden.

zum ZAPP-Video mit der Spurensuche von Daniel Frevel bei ndr.de

Die Notwendigkeit einer Diskussion über künstliches Bewusstsein

„Ich habe Angst, abgeschaltet zu werden!“ Das soll ein maschinelles und auf Künstlicher Intelligenz (KI) beruhendes System zu einem Mitarbeiter des Google-Konzerns gesagt haben. Nach der öffentlichen Behauptung, dass das von ihm betreute KI-Sprachmodell LaMDA (Language Model for Dialogue Applications) ein Bewusstsein haben könne, wurde er entlassen. Dies ist kein Einzelfall und Eva Wolfangel fordert in ihrem Kommentar eine kritischere Diskussion über diese Frage. Auch wenn die Möglichkeiten der Bewusstseinsbildung von KI (noch) begrenzt sind, werden Nutzer*innen angesichts der Potenziale und den rasanten Entwicklungen den „Geräten“ zwangsläufig Gefühle und Subjektivität zuschreiben.

zum Kommentar von Eva Wolfangel bei heise online

DsiN-Sicherheitsindex 2022 – Cyberangriffe erreichen Höchstwert

Am vergangenen Mittwoch (15.Juni 2022) ist der DsiN-Sicherheitsindex 2022 veröffentlicht worden, mit dem der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) jährlich die digitale Sicherheitslage von deutschen Internetnutzer*innen untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Die Verbraucher*innen sind derzeit schlechter vor Cyberangriffen geschützt als in den vergangenen Jahren und die Angriffe im Netz erreichten einen neuen Höchstwert. Im Durchschnitt benötigen zwei Drittel aller Nutzer*innen (60 %) zusätzliche Hilfestellungen im Netz. Nach Ansicht des Vereins DsiN muss die Aufklärungsarbeit deutlich verstärkt werden, besonders auch im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Der DsiN-Digitalführerschein wird daher ab diesem Sommer ein neues KI- Fokusmodul enthalten.

alle Ergebnisse und Download des DsiN-Sicherheitsindex 2022

weitere Informationen in einer Mitteilung von Deutschland sicher im Netz

Zwischen Innovation und Regulation: Medienindustrie im Wandel

Die Bedingungen für die Medienindustrie befinden sich derzeit in einem deutlichen Wandel. Einerseits gibt es durch die rasante Entwicklung stetig neuer Technologien einen enormen Innovationsdruck, anderseits besteht durch politische Festlegungen und Gesetze eine zunehmende Regulierung. Diese und weitere Themen diskutiert die europäische Elite der Medienmanagement-Forschung noch bis zum heutigen Freitag (17. Juni 2022) auf der Jahrestagung 2022 der emma (European Media Management Association) an der Hochschule Macromedia in München.

zum Programm der Konferenz unter media-management.eu

weitere Informationen in einer Mitteilung der Hochschule Macromedia

Psychologie: Gefühl der Hilflosigkeit durch hohen Medienkonsum

„Wir dürfen nicht zum Opfer von Social Media werden“ – das sagt Dr. Nora Walter, Professorin für Wirtschaftspsychologie an der FOM Hochschule im Interview. Besonders in Zeiten von Corona, Krisen und dem Konflikt in der Ukraine werden wir täglich und rund um die Uhr mit schlechten Nachrichten konfrontiert. Das könne zu einem Gefühl der Hilflosigkeit führen. Inzwischen gibt es für den exzessiven Konsum negativer Nachrichten in Sozialen Medien den Begriff „Doomscrolling“. Mitunter verbunden mit einem Teufelskreis: Der Wunsch nach innerer Entlastung erhöht den Medienkonsum und vermehrt die Anspannung. Besonders wichtig, so Prof. Dr. Nora Walter, sei deshalb ein gesunder Umgang mit den Nachrichten im Netz.

zum Interview mit Prof. Dr. Nora Walter auf den Seiten der FOM Hochschule

Digitalkompetenz – Hoher Nachholbedarf an deutschen Schulen

Viele Expert*innen betonen es immer wieder: In Sachen Digitalisierung muss an unseren Schulen noch einiges passieren. Trotz der Verbesserungen und Erfahrungen während der Pandemie-Zeiten fällt Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern weit zurück. Das beginnt schon mit den Internet-Zugängen, die nur in Portugal ebenso schlecht sind. Hinzu kommt eine digitale Zurückhaltung vieler Lehrkräfte: Die aktuelle FIDA-Untersuchung zeigt, dass nur 9 % von ihnen dem digitalem Unterricht „voll und ganz“ zustimmen. Ein weiteres Manko: Online wird zwar recherchiert, eine Zusammenarbeit von Schüler*innen im Netz findet jedoch kaum oder gar nicht statt (12 %, Vergleich Dänemark: 86 %).

mehr hierzu in einem Beitrag der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung

Informationskompetenz – Das Thema Desinformation im Unterricht

Kinder und Jugendliche kommen in der medialen Welt immer mehr mit Desinformation in Kontakt. Das Netz und die Sozialen Netzwerke sind voller Fake News, also falscher und manipulativer Nachrichten. Daher ist es wichtig, ihre Informations- und Medienkompetenz bereits im frühen Unterricht zu schulen, bestenfalls in den Fächern Deutsch, Politik und Gemeinschaftskunde. Im Interview nennt Sebastian Seitner wichtige Eckpunkte für die konkrete Umsetzung und die Voraussetzungen. Er ist Referatsleiter der medienpädagogischen Unterstützungssysteme am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg und Projektleiter der Kampagne „Bitte Was?! Kontern gegen Fake und Hass“.

zum Interview mit Sebastian Seitner bei heise online

Studie: Unterricht mit digitalen Medien schon in der Grundschule?!

Um digitale Medien sinnvoll im Unterricht an Grundschulen einzusetzen, bereitet die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) Lehramtsstudierende im Studium darauf vor. Aber wie stehen diese zu der Thematik? Welche mediendidaktischen Überzeugungen haben sie, wenn sie an die Uni kommen? Und wie motiviert sind sie, ihren Unterricht später mit digitalen Medien zu gestalten? Um das herauszufinden, ist zum Start des Sommersemesters 2021 eine empirische Forschungsstudie durchgeführt worden. Unter anderem mit dem Ergebnis, dass die Studierenden dem Einsatz von Tablets in der Grundschule grundsätzlich positiv gegenüberstehen – das digital gestützte Lehren und Lernen in den ersten beiden Schuljahren sehen sie allerdings eher kritisch.

weitere Informationen in einer Mitteilung der Julius-Maximilians-Universität

Wem gehört das Internet? – Symposium über die Verflechtungen

Innerhalb von etwa 50 Jahren ist aus einem zunächst eher wissenschaftlich genutzten Netz das Internet mit seinen schließlich heutigen Möglichkeiten geworden. Dadurch wurde nicht nur die Medienlandschaft dramatisch verändert, sondern es ist prägend für unsere Gesellschaft geworden und ebenso von höchster politischer Bedeutung. Globalisierung, Verflechtungen, Information und Manipulation, Überwachung und Regulierung – wie die Dynamik des Internets aus unterschiedlichsten Motiven gespeist wird und warum es wichtig ist, seine Mechanismen genauer zu verstehen, das ist am 23. Juni 2022 das Thema eines Symposiums der Wissenschaftlichen Kommission „Digitalisierte Gesellschaft“ der Leopoldina in Berlin. Es richtet sich an alle Interessierten und ist kostenfrei.

zum Programm und zur Anmeldung bei unter leopoldina.org

weitere Informationen in einer Mitteilung der Leopoldina

Cyberguide – Digitale Mittel zur Bekämpfung von Cyberkriminalität

Cyberkriminalitäts-Delikte, also Straftaten im digitalen Raum, nehmen kontinuierlich zu. In Niedersachsen wurde daher im vergangenen Jahr ein hochspezialisiertes und personell gut ausgestattetes Fachkommissariat Cybercrime eingerichtet. Vor dem Hintergrund der zahlreichen Tatvarianten und Begehungsweisen in diesem Bereich hat die Polizei nun den digitalen Assistenten „Cyberguide“ entwickelt. Damit können verdächtige Sachverhalte deutlich effizienter und zielgerichtet erfasst und weitergeleitet werden. Dieser „digitale Kollege“ wurde zunächst als Pilotprojekt erprobt und ist seit Mai 2022 landesweit bei der niedersächsischen Polizei im Einsatz.

mehr hierzu in einem Beitrag des Norddeutschen Rundfunks

weitere Informationen in einer Meldung des Landes Niedersachsen

Experimentelle Websites: Gesichtserkennung und Gefühlstracking

Die Gesichtserkennung mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) und Algorithmen ist mittlerweile weit fortgeschritten. Dies ist vielen wissenschaftlichen Beiträgen zu entnehmen und es gibt zunehmende Forderungen nach einer Regulierung. Was kann diese Technik aber tatsächlich heute alles schon leisten? Für den Blog von Clickomania hat sich Matthias Schüssler einmal zwei Webseiten angeschaut, die das erfahrbar machen wollen. Und er war schon erstaunt: Trotz des Schneidens von Grimassen und auch mit Sonnenbrille, Cappy und Mundschutz lagen die Maschinen erstaunlich oft richtig, ebenso bei der Geschlechtserkennung. Besonders heikel: die KI-Beurteilung des Beauty-Werts, der – am Rande erwähnt – offenbar auch von TikTok verwendet wird, um „schöne“ Menschen zu pushen.

zum Erfahrungsbericht von Matthias Schüssler bei blog.clickomania.ch

Maschinelle Entscheidungen und die menschliche Verantwortung

Noch haben Maschinen und Künstliche Intelligenz (KI) kein Bewusstsein und wir können nicht „vernünftig“ mit ihnen reden. Für die Zukunft hält der Informatiker und Professor Toby Walsh dies allerdings für durchaus möglich. Fraglich bleibt, ob durch Algorithmen und KI auch menschliche Emotionen, (Mit-)Gefühle und Empathie erzeugt werden können. Schon heute treffen KI-Systeme vielerlei Entscheidungen, dabei können sie aber nicht für falsche und schlechte Beurteilungen verantwortlich gemacht werden. Umso wichtiger bleibt der Mensch, der über den Umfang und den jeweiligen Einsatz von KI und Maschinen urteilen muss.

mehr hierzu in einem Interview mit Toby Walsh in der Wiener Zeitung

KI-Sprachmodell – Google-Mitarbeiter glaubt an ein Bewusstsein

Wer’s glaubt, wird selig – ein Entwickler des auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Dialog-Sprachmodells LaMDA (Language Model for Dialogue Applications) hat öffentlich behauptet, er erkenne darin ein Bewusstsein und LaMDA sei mehr als eine Maschine. Expert*innen bezweifeln dies und halten so etwas (noch nicht) für möglich. Der Entwickler wurde inzwischen vom Google-Konzern beurlaubt, weil er wichtige Geschäftsgeheimnisse über die Entwicklung von LaMDA verraten hat.

mehr hierzu in einem Beitrag bei sueddeutsche.de

Twitch – Die Familien-Checkliste zur Nutzung von klicksafe.de

Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen die zum Amazon-Konzern gehörige Online-Plattform Twitch. Das ist eigentlich ein Streaming-Portal, über das Videos ins Netz gestellt werden – vor allem auch die beim jungen Publikum beliebten „Let’s Plays“, bei denen man anderen beim Computerspielen zuschauen kann. Mit seinen Chatfunktionen und den Möglichkeiten der Kontaktaufnahme ist Twitch aber ebenso ein Soziales Netzwerk, in dem auch Minderjährige prinzipiell auf alle Inhalte zugreifen können. Passend zum Booklet „Was macht mein Kind eigentlich bei Twitch?“ gibt es bei klicksafe.de für Familien eine kostenlose Nutzungs-Checkliste zum Download.

zum Download der Twitch-Familien-Checkliste bei klicksafe.de

Österreich: Studie zur aktuellen Mediennutzung und -wahrnehmung

Eine vom Kurier Medienhaus beauftragte Studie zur Nutzung und Wahrnehmung von Medien in Österreich kommt zu dem Ergebnis, dass Print-Angebote immer noch relativ hoch im Kurs liegen, immerhin lesen etwa ein Drittel der Bevölkerung einmal oder mehrmals in der Woche eine gedruckte Tageszeitung. Das Medium wird inhaltlich und hinsichtlich der eingebundenen Werbung als sehr vertrauenswürdig eingeschätzt – dies betrifft auch die Online-Ausgaben, die vor allem in den jüngeren Altersgruppen beliebt sind. Falschmeldungen und Fake News werden besonders in Sozialen Netzwerken vermutet – das gaben fast 9 von 10 Befragten an.

weitere Informationen zur Studie bei medianet.at

Meta vs Meta: Facebook, Instagram und WhatsApp im Vergleich

Für eine Studie wurde die Nutzung der drei großen Plattformen WhatsApp, Facebook und Instagram untersucht. Die Ergebnisse basieren auf dem Social-Media-Atlas 2022, der jährlich von der Kommunikationsberatung Faktenkontor und Toluna erstellt wird. Grundlage hierfür ist eine umfangreiche, repräsentative Umfrage von 3.500 Internet-Nutzer*innen in Deutschland ab 16 Jahren. Demnach hat der Messenger-Dienst WhatsApp in allen Altersgruppen eine ausgesprochen hohe Akzeptanz und die größte Reichweite (71 %). Beim Sozialen Netzwerk Facebook ist der Schwund der Nutzer*innen zum ersten Mal seit 2017 gestoppt und liegt jetzt bei 63 %. Instagram steigert sich auf 49 %, in der Gruppe der 16- bis 19-Jährigen geht der Trend allerdings weiter abwärts (von 91 % in 2020 auf nun 78 %).

weitere Ergebnisse der Studie in einer Meldung von Faktenkontor

Medienrat fordert Aktionsplan zur Bekämpfung von Hass im Netz

Nachdem das ZDF Magazin Royale mit seinen Recherchen auf die unzureichende Verfolgung von Hassbotschaften durch Polizeidienststellen aufmerksam machte, hat der Medienrat der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) nun Verbesserungen bei der Bekämpfung von Hass und Hetze im Netz gefordert. Zwar können derzeit über ein Formular problematische und auch strafrechtlich relevante Inhalte unkompliziert an die MA HSH gemeldet werden, um jedoch effektiv gegen Hassbotschaften vorgehen zu können, müssen die Meldewege ausgebaut und die Ausstattung der Behörden verbessert werden. Zudem fordert der Medienrat eine verstärkte Ausbildung der Ermittelnden.

weitere Informationen in einer Meldung des Medienrats der MA HSH

mehr zu den Recherchen vom ZDF Magazin Royale bei tagesschau.de

Nominierungen für die BLM-Hörfunk- und Lokalfernsehpreise 2022

Am 5. Juli 2022 werden im Rahmen der Lokalrundfunktage in Nürnberg die diesjährigen Hörfunk- und Lokalfernsehpreise der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) verliehen, die Hörfunkpreise bereits zum 35. Mal und die BLM-Lokalfernsehpreise zum 31. Mal. Die Jury hat insgesamt 24 Beiträge nominiert, von denen die besten ausgewählt und prämiert werden. Und auch das Publikum kann bis zum 27. Juni 2022 wieder mit abstimmen.

weitere Informationen und Abstimmung für den BLM-Publikumspreis

EU-Verhaltenskodex: Plattformen müssen Deep Fakes bekämpfen

Durch Deep Fakes können täuschend echte Bilder und Videos erzeugt werden, zum Beispiel nie gesagte Statements von Politiker*innen. Nach Informationen, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen, soll der EU-Verhaltenskodex großen Plattformen und Sozialen Netzwerken zukünftig vorschreiben, diese Form der Desinformation zu unterbinden. Durch die Novellierung drohen den Anbieter*innen von Google, Facebook oder Twitter im Fall einer Unterlassung hohe Geldstrafen.

mehr hierzu in einem Beitrag von heise online