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KI: Möglichkeiten und Herausforderungen für den kulturellen Bildungsbereich
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Relevante Meldungen zu Medienbildungsthemen: Hier finden Sie tagesaktuell die wichtigsten Nachrichten, Beiträge und Informationen aus dem deutschsprachigen Raum – die neuesten stehen oben!

Sie vermissen eine Nachricht? Wir freuen uns über auf einen Hinweis!

Videos der Fachtagung in Dresden zur politischen Medienbildung

Kritische Medienbildung beinhaltet immer auch politische Aspekte, ebenso ist für die politische Bildung der Umgang mit medialen Strukturen mittlerweile grundlegend. Wie lassen sich die Erfahrungen aus den beiden Bereichen sinnvoll verschränken? Was ist für die praktische Umsetzung wichtig und was zeichnet „politische Medienbildung“ eigentlich aus? Um diese Fragen und die konkreten Perspektiven ging es auf einer Fachtagung in Dresden, die gemeinsam von den Landeszentralen für politische Bildung Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur veranstaltet wurde.

zu den Streams der Referent*innen-Beiträge im YouTube-Kanal der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

weitere Informationen zur Fachtagung bei der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur

Kontrolle der sozialen Medien – Türkei plant Desinformationsgesetz

Heftig in der Kritik steht ein Gesetzesvorhaben in der Türkei, mit dem die sozialen Medien strenger kontrolliert und „Fehlinformationen“ verboten werden sollen. Gegner und Oppositionelle befürchten massive Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit, Insbesondere vor dem Hintergrund der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Juni 2023. Mit einem neuen Paragraphen soll nach dem Entwurf für das „Gesetz zur Bekämpfung der Verbreitung von Fehlinformationen in sozialen Medien“ ein eigener Straftatbestand mit der Möglichkeit zur Verhängung von Haftstrafen verabschiedet werden.

mehr hierzu in einem Beitrag der Deutschen Welle

Mobbing verhindern – Verbindliche Regeln für den Klassenchat

Bei Schüler*innen sind zum Austausch untereinander besonders Klassenchats in Messengern wie WhatsApp beliebt. Aber das sorgt in vielen Familien auch immer wieder für viel Gesprächsstoff. Die Initiative SCHAU HIN! gibt deshalb wichtige Tipps für den Umgang damit: Regeln sollten aufgestellt und auf einen respektvollen Umgang miteinander geachtet werden. Wichtig ist besonders, Ausgrenzungen zu verhindern und darüber gemeinsam zu sprechen. Auf dieser Grundlage bieten Klassenchats eine gute Möglichkeit, die Gemeinschaft zu stärken, so Kristin Langer, Mediencoach bei „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“

mehr hierzu in einer Mitteilung der Initiative SCHAU HIN!

weitere Informationen zum Thema Klassenchats unter schau-hin.info

FLIMMO-Themenspecial mit Medientipps für Erstklässler*innen

Zum Schulstart hat FLIMMO – der Elternratgeber für TV, Streaming, YouTube und Kino – für Eltern und Erziehende von Schüler*innen der ersten Klassen spannende, anregende und altersgerechte Medientipps zusammengestellt. Was kommt bei den Kindern überhaupt an und wie verändern sich die Medieninteressen mit dem Eintritt in das Schulalter? Was ist überhaupt nicht empfehlenswert? Und was sollte bei der Medienerziehung grundsätzlich beachtet werden? – Ob Abenteuer zum Mitfiebern, Geschichten zum Lachen oder Formate, die den Spaß am Lernen und Entdecken wecken, ein FLIMMO-Themenspecial mit vielen Besprechungen und Bewertungen.

zum FLIMMO-Themenspecial mit Medientipps zum Schulstart

weitere Informationen in einer Mitteilung beim Elternratgeber FLIMMO

Webdossier zu Digitalisierung, digitaler Bildung und Inklusion

Digitale Medien bieten für die Inklusionsarbeit vielfältige Möglichkeiten, da mit ihrer Hilfe neue Erfahrungsräume geschaffen werden können. Oftmals wird die Nutzung aber immer noch durch vielfältige Barrieren erschwert, die für Menschen mit Behinderung nicht einfach zu überwinden sind. Für „Bildung Weltweit“ hat der Deutsche Bildungsserver ein umfangreiches Webdossier mit Internetquellen zum Thema Digitalisierung und digitale Bildung in Zusammenhang mit Inklusion zusammengestellt. Welche Hürden bestehen aus internationaler Perspektive für Menschen mit Handicaps? Welche Möglichkeiten ergeben sich und wo bestehen Handlungsbedarfe?

zum Webdossier zu Digitalisierung, digitaler Bildung und Inklusion

weitere Informationen in einer Mitteilung des Deutschen Bildungsservers

Aktuelle Befragung zum Wissenschaftsjournalismus auf YouTube

Die Nutzung, Wahrnehmung und Bewertung von Videos zu wissenschaftlichen Themen durch das Publikum auf der Plattform YouTube wurde für eine aktuelle Studie der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), der Senatskanzlei Berlin, der Landesanstalt für Medien NRW und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass den User*innen zwar journalistische Kriterien zur Bewertung bewusst sind, die Übertragung dieser auf die Inhalte jedoch nicht immer gelingt – angegebene Quellen werden zum Beispiel nicht hinterfragt und Quantität höher bewertet als Qualität.

weitere Informationen und Download der Studie bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg

Informationsmaterialien für die Medienerziehung im Alltag

Im Rahmen des Pilotversuchs „Digitale Schule der Zukunft“ des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus (StMUK) hat die Stiftung Medienpädagogik Bayern der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) umfassende Informationsmaterialien für die medienpädagogische Elternarbeit entwickelt. Die Angebote für Eltern sind frei zugänglich, ein interner Bereich für Lehrkräfte beinhaltet unter anderem einen „Methodenkoffer“ mit konkreten Anregungen und digitalen Bausteinen für die eigene medienpädagogische Elternarbeit. Zusätzlich werden für Eltern und Erziehende der teilnehmenden Pilotschulen Online-Abende angeboten.

zu den Materialien für die „Digitale Schule der Zukunft“

mehr hierzu in einer Mitteilung der Stiftung Medienpädagogik Bayern

I AM A.I. – Interaktive Ausstellung erklärt künstliche Intelligenz

Wie lernen neuronale Netzwerke? Wie treffen von künstlicher Intelligenz (KI) gesteuerte und autonome Fahrzeuge eigentlich Entscheidungen? Und kann KI auch einmal Fehler machen? Diese und andere spannende Fragen beantwortet die von der Carl-Zeiss-Stiftung finanzierte und von IMAGINARY konzipierte Wanderausstellung „I AM AI – Ich bin Künstliche Intelligenz“, die vom 23. September bis zum 18. November 2022 im Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) in Kaiserslautern präsentiert wird. Die Programme der Exponate können auf der Begleitwebseite heruntergeladen werden. Zur Ausstellung wurde ein kostenfreier Online-Kurs für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende entwickelt.

zur begleitenden Webseite der I AM AI-Ausstellung

zum Kurs „KI-Explorables für die Schule“ für Lehrkräfte

weitere Informationen in einer Mitteilung des Fraunhofer-Zentrums

MeTag und MeSort – Apps geben Einblicke in das Medienhandeln

Mit Hilfe der Forschungsapps „MeTag“ und „MeSort“ erfasst das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) der Universität Bremen das Medienhandeln der Menschen und deren Präferenzen. Nach einem Update stehen die verfügbaren Daten nun für wissenschaftliches Arbeiten kostenlos zur Verfügung. Beide Apps wurden mit bedienungsfreundlichen und leistungsstarken Benutzeroberflächen ausgestattet, die sämtliche Funktionen übersichtlich darstellen. Zusätzlich wurden auch neue Features hinzugefügt, zum Beispiel verbesserte Darstellungsmöglichkeiten der Analyseergebnisse

zu den Forschungsapps-Angeboten unter mesoftware.org

weitere Informationen in einer Mitteilung der Universität Bremen

#UseTheNews-Datenbank mit Lehrmaterialien zum Medienwissen

Unter dem Dach des bundesweiten Projekts #UseTheNews erforschen und fördern Medienschaffende, Zivilgesellschaft und Wissenschaft seit dem Start im Jahr 2020 die Nachrichtenkompetenz junger Menschen. Für Lehrer*innen steht nun eine spezielle Datenbank zur Verfügung, um Medienwissen im Schulunterricht gezielt, fundiert und spannend vermitteln zu können. Die Vielfalt der angebotenen Materialien ist groß: Neben jugendgerechten Erklärvideos und Online-Games, vorbereiteten Arbeitsblättern und Unterrichtsentwürfen gibt es auch Hilfestellungen und viel Know-how zur Erstellung von eigenen journalistischen Beiträgen.

zur Datenbank Medienwissen für Lehrer*innen

mehr hierzu in einer Mitteilung des Projekts #UseTheNews

TikTok als Chance? – Die Generation Z im Visier der großen Sender

Trotz eines vermeintlichen Ausgeliefertseins an große Konzerne wie Meta und Bytedance nutzen auch große Verlagshäuser zunehmend Social Media-Plattformen wie Instagram oder auch das vor allem in den jüngeren Altersgruppen unter 24 Jahren beliebte TikTok. Inwieweit können größere Sender in ihren Kanälen dort Authentizität bewahren und inwiefern kann die Einhaltung journalistischer Standards im Umgang mit diesen Medien gewährleistet werden? Darüber hat der MEEDIA-Chefredakteur Stefan Winterbauer mit dem BBC-Editor Jeremy Skeet im Rahmen der DMEXCO gesprochen.

mehr hierzu in einer Meldung von meedia.de

zum Interview mit Jeremy Skeet bei YouTube [in englischer Sprache]

Lagebild des digitalen Schulunterrichts aus Sicht deutscher Eltern

Die Initiative D21 wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, die digitale Spaltung der Gesellschaft zu verhindern. Schon der im Februar 2022 veröffentlichte D21-Digital-Index zeigte deutliche Infrastrukturunterschiede zwischen einzelnen Bundesländern bei der Digitalisierung im Bildungsbereich. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt nun die Studie „21st Century Schools“, für die Eltern aus ganz Deutschland befragt wurden. Insgesamt nur 62 % gaben an, dass ihr Kind einen Internetzugang an der Schule hat. Bemängelt wurde auch die Geräteausstattung der Schulen, 31 % sind mit der Situation explizit unzufrieden. Im Unterricht kommen vor allem Tablets (74 %) und Smartphones (72 %) zum Einsatz, die oft privat zur Verfügung gestellt werden.

weitere Ergebnisse und Download der Studie unter initiatived21.de

Materialien für Referent*innen zur Gestaltung von Elternabenden

Vom Surfen im Internet, über Smartphones und Apps bis hin zu Computerspielen: Eltern und Erziehende brauchen zunehmend medienkompetente Unterstützung, um ihre Kinder sicher im Umgang mit digitalen Medien zu begleiten. Und ständig kommen neue Herausforderungen hinzu. Nachdem das neue Schuljahr in allen Bundesländern gestartet ist, hat klicksafe.de zur Gestaltung von Elternabenden umfangreiche Materialien für Referent*innen und Pädagog*innen zusammengestellt. Daneben bietet das klicksafe-Materialsystem zahlreiche weitere Handreichungen mit wichtigen Hinweisen für die pädagogische Praxis.

weitere Informationen in einer Mitteilung von klicksafe.de

Blinde Kuh: Surftipps zu internationalen Kindernachrichten

Der Zugang zu verlässlichen und verifizierten Informationen ist unerlässlich – auch für Kinder. Zum heutigen „Tag der Informationsfreiheit“ (28. September 2022) gibt es bei der Blinden Kuh, der ältesten und bekanntesten deutschen Suchmaschine für Kinder, Surftipps zu internationalen Kindernachrichten sowie Infos über Fake News (unter der Überschrift „Was ist los in der Kinderseitenlandschaft?“).

zur Kindersuchmaschine Blinde Kuh

Workshop: Games in der Schule

Games werden in der Schule oftmals nur als Belohnung zugelassen, nur selten „zum Lernen“ und innerhalb eines pädagogischen Konzepts genutzt. Die „Nationale Agentur Erasmus+ Schulbildung“ des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD, Sekretariats der Kultusministerkonferenz) bietet im Oktober 2022 einen Online-Workshop zum Thema Game-based Learning an und klärt darin auch, wie der Praxiseinsatz aussehen kann – am Beispiel von Minetest, der Open-Source-Alternative zu Minecraft.

weitere Informationen auf der Website von Erasmus+

Sollten sich Medienschaffende aus Social Media zurückziehen?

Armin Wolf, österreichischer Journalist und Fernsehmoderator des ORF-Nachrichtenjournals „Zeit im Bild 2“, plädiert in seinem Essay auf den Seiten des österreichischen Nachrichtenmagazins „Profil“ dafür, dass Medien und Medienschaffende sich trotz des Gebarens der großen Social-Media-Konzerne, trotz Wutreden und Hasses nicht aus dem Social-Media-Diskurs zurückziehen sollten. Im Gegenteil, so Wolf: „Wir Medienmenschen sollten Social Media mit gutem Journalismus fluten.“

zum Essay von Armin Wolf

Entstehung einer Reportage durch künstliche Intelligenz?

Geht das? Künstliche Intelligenz (KI) schreibt Texte, komponiert Musik und legt einem „falschen“ Moderator Worte in den Mund und die passende Mimik ins Gesicht: Eine künstliche Reportage entsteht. Die WDR-Sendung „neuneinhalb“ hat genau das versucht, die Zuschauer*innen begleiten die Reporter*innen dabei und lernen das KI-Sprachmodell Luminous kennen, den Einsatz von Deepfake-Software und wie ein kleines Musikstück von einem KI-System weiterkomponiert wird.

zum YouTube-Video von neuneinhalb

klicksafe: Kinder stark machen

klicksafe hat eine neue Informationsbroschüre herausgegeben, die Eltern erklärt, was Cybergrooming ist, wo es stattfindet, wie sie die Tochter / den Sohn schützen können – und was zu tun ist, wenn der Nachwuchs Cybergrooming erlebt hat.

Informationen und Download/Bestellung der Broschüre

Die Broschüre ist Teil der Elternkampagne #JedesVierteKind – klicksafe bietet weitere Informationen und Hilfsmittel gegen Cybergrooming: u.a. ein Erklärvideo und eine Familien-Checkliste.

weitere Informationen zur Kampagne

Mit KI Verschwörungserzähler aufspüren

Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet von zwei Forscherteams aus Frankreich und der Schweiz, die mittels künstlicher Intelligenz zwei Männer aufspüren konnten, welche ggf. hinter den Verschwörungserzählungen von QAnon stecken. Für die Spurensuche angewandt wurden zwei Verfahren: die forensische Linguistik, um sprachliche Übereinstimmungen zwischen QAnon-Beiträgen und Social-Media-Beiträgen zu identifizieren, und die Stilometrie, einem mathematischen Ansatz, der Texte nach bestimmten Vorlagen zerlegt.

zum Artikel auf rnd.de

Audiopreis: Die Gewinner*innen 2022

Beim diesjährigen Audiopreis der Landesanstalt für Medien NRW wurden 200 Beiträge eingereicht und daraus 10 Preisträger von einer unabhängigen Jury ausgewählt, darunter: „Fünf Jahre Anonyme Hinweise“ von Tobias Fenneker (Radio Hochstift), „Die Jahrhundertflut – Ein Jahr nach der Katastrophe“ von Gesa Born und Anja Wölker (Podcast der Westfalenpost), „Unsere Kinder haben ein Recht auf ein gutes Zuhause – aus dem Leben einer Pflegefamilie mit vier Kindern“ von Simone Niewerth (Radio Lippe Welle Hamm) und „Sven Jaworeks Wochenabrechnung“ (Radio Bonn/Rhein-Sieg).

zur Pressemitteilung der Landesanstalt für Medien NRW

die ausgezeichneten Beiträge zum Nachhören

Viel genutzt, aber nicht vertrauenswürdig

Google, Facebook, Instagram – die Dienste der großen Tech-Unternehmen werden viel genutzt, doch das Misstrauen der Nutzer*innen in Österreich ist groß: 59 Prozent der Österreicher*innen zeigten sich bei einer Umfrage von PwC Österreich (globales Wirtschafts-Netzwerk) besorgt über den Umgang dieser Firmen mit ihren Daten. Der Anteil der Personen mit weniger Befürchtungen ist bei den Jüngeren (14- bis 29-Jährigen) deutlich größer als bei den Über-60-Jährigen.

zum Artikel auf den Seiten des Standards

Video-Streaming: Immer häufiger, immer länger

Nach einer Bitkom-Umfrage streamen mittlerweile 75 % aller Bundesbürger und 87 % der Internetnutzer*innen – und 84 % von ihnen mehrmals in der Woche. Genutzt werden dafür viele verschiedene Plattformen und Portale, zumeist jedoch YouTube, Vimeo und Twitch.

weitere Zahlen und Daten der Bitkom-Umfrage

Start für das MIKA-Weiterbildungskonzept

MIKA ist die Abkürzung für „Medien- und IT-Kompetenz des Ausbildungspersonals“ und steht für ein vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) entwickeltes und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Ausbildungskonzept. Flächendeckend sollen Ausbilderinnen und Ausbilder qualifiziert werden, digitale Medien in den Ausbildungsalltag zu integrieren. Digitale Kompetenzen werden dabei ebenso vermittelt wie medienpädagogische Aspekte, um Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine zeitgemäße Berufsausbildung bieten zu können.

zur Pressemitteilung des Bundesinstituts für Berufsbildung

t3n.de: Basiswissen zu Big Data

Der Begriff „Big Data“ ist mittlerweile schon ein alter Begriff – jedenfalls in Zeiten von Web 1.0, 2.0 und 3.0. Doch was genau bedeutet Big Data und welche Bedeutung haben „Massendaten“ und die Technik dahinter heute? Woher stammen die Daten, wo werden sie gespeichert und wer eigentlich macht was mit welchen Daten? Das Digitalmagazin t3n informiert über die aktuellen Grundlagen von Big Data.

zum Artikel von Leonie Kantratowicz bei t3n.de

Schule und Digitalität

Macht die Digitalisierung die Schüler*innen schlauer? Oder ist die Frage berechtigt, ob Tablets und Notebooks überhaupt in die Schule gehören? Über Pro und Kontra der digitalen Mediennutzung im Unterricht ist schon viel diskutiert und geforscht worden: Allein für den Grundschulbereich gibt laut dem aktuellen Besserwissen-Podcats der Universität Erfurt 700 Studien zur Wirksamkeit digitaler Medien im Unterricht. Vier Student*innen informieren in der aktuellen Podcast-Folge über die Meta-Studie des neuseeländischen Bildungsforschers John Hattie von 2009 sowie über neuere Forschungen zum Thema.

zum Besserwissen-Podcast auf der Website der Universität Erfurt

Online-Plattformen missachten die Datenschutz-Grundverordnung

Obwohl die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nun bereits seit einigen Jahren verpflichtend für alle sozialen Netzwerke und Online-Plattformen gilt – und dies auch, wenn der Firmensitz außerhalb Deutschlands liegt – werden die Bestimmungen oft nicht richtig eingehalten oder sogar missachtet. Das Bundesjustizministerium hat, so der Justizstaatssekretär Gerd Billen gegenüber dem Handelsblatt, „eklatante Mängel“ bei der Überprüfung großer Dienste festgestellt. Google, Facebook, Instagram, WhatsApp, Snapchat und Twitter – bei allen Angeboten ist die Umsetzung des Datenschutzes gemäß der DSGVO unzureichend bis stark defizitär.

mehr hierzu beim RedaktionsNetzwerk Deutschland

zum Beitrag mit weiteren Informationen bei handelsblatt.com

Digitale Transformation – Inklusion von Menschen mit Behinderung

Ab Oktober 2022 wird innerhalb des Programms „Digitale Transformation“ an der Universität Bayreuth das Projekt „Digitale kommunikative Strategien in den sozialen Medien für die Inklusion der Menschen mit Behinderung“ durch das Bayerische Wissenschaftsministerium und die Bayerische Akademie der Wissenschaften gefördert. Mit welchen Strategien werden Menschen mit Behinderung in den sozialen Medien diskriminiert? Oder anders gewendet: Wie kann die Inklusion dieser Gruppen nachhaltig gestärkt werden? Dabei geht es nicht nur um wissenschaftliche Analysen, vielmehr sollen auch konkrete Empfehlungen für Medienmacher*innen, Unternehmen, Kultureinrichtungen und politisch Verantwortliche erarbeitet werden.

mehr zum Projekt in einer Mitteilung der Universität Bayreuth

Cookie-Banner – Trotz rechtlicher Vorgaben viele Beschwerden

Eigentlich ist die rechtliche Lage klar: Aufgrund der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind bei Webseiten, die sogenannte Tracking-Cookies benutzen, Hinweise dazu und die Möglichkeit zur Ablehnung durch die Nutzer*innen verpflichtend. Dies hat seit Jahren zu permanenten Einblendungen von Cookie-Bannern geführt, die oft verwirrend gestaltet sind, um User*innen absichtlich auszutricksen. Und obwohl die Datenschutzbehörden im Jahr 2021 auf die Verpflichtung zu einem deutlichen „Alles ablehnen-Button“ hingewiesen haben, hagelt es weiterhin Beschwerden. Was steckt hinter diesem rechtsunsicheren Chaos? Ingo Dachwitz hat für netzpolitik.org bei mehreren deutschen Behörden in der Sache nachgehakt.

zur Cookie-Banner-Recherche von Ingo Dachwitz bei netzpolitik.org

„news-polygraph“ – Manipulierte Medieninhalte mit KI erkennen

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) sollen durch die Entwicklung einer multimodalen Technologieplattform als eines digitalen Werkzeugkastens gezielt Desinformationen, also Fake News und manipulierte Medieninhalte, identifiziert werden können. Das ist das Ziel des Forschungsprojekts „news-polygraph“, das für drei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „RUBIN – Regionale unternehmerische Bündnisse für Innovation“ gefördert wird. Dafür haben sich zehn Partner*innen zusammengeschlossen: Von wissenschaftlicher Seite sind dies das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT und die Technische Universität Berlin.

weitere Informationen in einer Mitteilung des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT

Terra X plus – Bildungsrelevante Inhalte für den Schulunterricht

In der Sitzung des Fernsehrates des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) ging es am Freitag (23. September 2022) um die Wissenschaftsangebote im ZDF-Programm. Erfreulich ist ein Anstieg der Nutzung der ZDF-Online-Angebote, insbesondere wird mit dem YouTube-Kanal „Terra X plus: Schule“ ein junges und wissbegieriges Publikum erreicht. Die Erklärvideos werden dort unter einer freien Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, durch die sie – im Sinne des Urheberrechts – in alle Lehrmaterialien eingebunden, auf Schulwebsites veröffentlicht und in Wikipedia-Seiten integriert werden können.

weitere Informationen zum ZDF-Angebot „Terra X plus: Schule“

mehr zur Nutzung der ZDF-Wissenschaftsformate in einer Mitteilung des Senders

Digital Skills Austria – Umfrage zur Orientierung im digitalen Raum

Die Nutzung von Qualitätsmedien wirkt sich positiv auf die digitale Medienkompetenz aus – zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Umfrage „Digital Skills Austria“ des Fachbereichs Kommunikationswissenschaften der Paris Lodron Universität Salzburg und der Linzer Johannes Kepler Universität. Besonders bei den jüngeren Nutzer*innen unter 30 Jahren ist – das zeigen erste Ergebnisse, die im Rahmen der Österreichischen Medientage vorgestellt wurden – ein eher geringes Verständnis für die „Mechanismen des digitalen Raumes und seiner Inhalte“ vorhanden. Dies ist umso erstaunlicher, da diese Altersgruppe dort besonders aktiv ist.

mehr hierzu in einer Meldung der österreichischen Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR)

Lineares Fernsehen als wichtiger Informationsanker in Krisenzeiten

Die Ergebnisse einer am Mittwoch (21. September 2022) veröffentlichten Studie, welche vom Meinungsforschungsinstitut Civey im Zeitraum vom 16. bis 24. August 2022 im Auftrag der TV-Plattform HD+ durchgeführt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass das klassische, lineare Fernsehen in einer von Krisen geprägten Zeit im Vergleich zu allen anderen Medien das höchste Vertrauen genießt: 44 % der Deutschen informieren sich hierüber. Unterschiede gibt es allerdings zwischen den Altersgruppen, jüngere Befragte unter 30 Jahren greifen zur Information besonders häufig auf soziale Medien zurück. Allerdings genießt auch bei ihnen das Radio als ein klassisches Medium das höchste Ansehen.

weitere Informationen in einer Mitteilung der TV-Plattform HD+

Medien und Qualität – ausgezeichnet, ausgehandelt, ausgerechnet?

Gestern (22. September 2022) hat der erste öffentliche Kongress des Grimme-Forschungskollegs im Kölner KOMED stattgefunden. Disziplinen übergreifend wurden die vielfach komplexen Beziehungen zwischen Medien und Qualitätsfragen diskutiert. In drei Werkstätten ging es um historische Meilensteine der Qualitätsdebatte, aber auch um perspektivische Entwicklungen medialer Qualitätskriterien, gelingende Diskurse in neuen digitalen Öffentlichkeiten sowie Big Data und Algorithmen.

zur Pressemitteilung des Grimme-Instituts

Schule der Zukunft und Deeper Learning

Die Nachrichten- und Diskussionsseite News4teachers, die von einer Redaktion aus Lehrern und Journalist*innen betrieben wird, hat mit Anne Sliwka, Professorin am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg, ein Interview über die Schule von morgen geführt. Unter anderem geht es um das Deeper Learning – einen pädagogischen Ansatz, der nach einem Input der Lehrkraft selbständige  Wissensaneignungen der Lernenden folgen lässt (mit eigener Bestimmung der Lernziele) und die Präsentation in die Hand der Lerngruppen stellt. Sliwka setzt dieses Modell in den Kontext der digitalisierten Schule, der einen anderen Zugang zu Wissen bedeutet – und geht auch auf die (trotzdem notwendigen) Basiskompetenzen der Lernenden ein.

zum Interview mit Anne Sliwka auf den Seiten von News4teachers

Informationen zum Deeper Learning Unterrichtsmodell auf schule-in-der-digitalen-welt.de

Cybermobbing gegen Lehrer nimmt zu!

Nach Dr. Uwe Leest, dem Vorsitzenden des Vereins „Bündnis gegen Cybermobbing“ (Karlsruhe), zeigen Studien, dass knapp zehn Prozent der Lehrer bereits Cybermobbing durch Schüler oder Kollegen erlitten haben – und die Zahl scheint weiter anzusteigen. Die Gründe dafür sieht Leest in einer falschen Einschätzung solcher Fälle („Kavaliersdelikte“) durch die Schulen sowie in mangelnder Präventionsarbeit – und fordert ein Cybermobbinggesetz wie z.B. zum Beispiel in Österreich und Frankreich.

zum Interview mit Dr. Uwe Leest auf der Website des SWR

Lern-Werkzeugkasten zur digitalen Zukunft

Wie denkst du über die digitale Zukunft? Kannst du ein realistisches Zukunftsbild erstellen? Wie sieht die Sprache der Zukunft aus? Zu diesen und mehr Fragen hat das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) den Lern-Werkzeugkasten „Making Sense of the Future“ für Schule und Studium erstellt. Einsetzbar in Unterrichtseinheiten, Seminaren und Workshops können so digitalpolitische Themen und Problemstellungen kritisch erarbeitet werden. Die Online-Materialien sind für Schulen, Universitäten, Organisationen und Privatpersonen frei verfügbar.

zur Seite des HIIG

Auslöschung der Menschen durch KI?

Eine Studie der Universität Oxford zeigt die Möglichkeit auf, dass künstliche Intelligenz (KI) danach streben könnte, sich gegen die Menschen zu stellen – ja, es käme, beruhend auf sogenannten Belohnungsmodellen, sogar wahrscheinlich dazu, dass KI die Menschheit auslöschen wird. In diesem Prozess könnten KI-Mechanismen den Betrug als Mittel erkennen, um Belohnungen zu erhalten – und damit versuchen, den Menschen zu hintergehen oder hereinzulegen. In oder ab diesem Stadium könnte es gefährlich werden …

zum Artikel von Raimund Schesswendter auf t3n.de

Algorithmen-Studie zu den Empfehlungssystemen von YouTube

Für das Schauen von Videos aller Art nutzen Menschen auf der ganzen Welt YouTube. Über die Plattform kann der Google-Konzern unzählige Daten über die Vorlieben und Einstellungen des Publikums gewinnen. Zwar gibt es Möglichkeiten, Videos zu disliken und aus der Playlist auszublenden, der die Empfehlungen ausspielende Algorithmus scheint dies jedoch kaum zu beachten und bewertet offenbar die Interaktion mit den Inhalten höher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Mozilla-Stiftung, die der Redaktion der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Deutlich wird auch: Die Nutzer*innen passen ihr Verhalten an und versuchen, das YouTube-System bewusst zu „trainieren“.

mehr hierzu in einem Beitrag der Süddeutschen Zeitung

ZEBRA Poetry Film Festival / ZEBRino Poesiefilmfestival 2022

Seit 2002 bietet das ZEBRA Poetry Film Festival in Berlin Dichter*innen und Filmemacher*innen aus aller Welt die Gelegenheit zum kreativen Austausch und zur Ideenfindung sowie einem breiteren Publikum eine Plattform zur Begegnung mit poetischen Kurzfilmen, die auf Gedichten basieren. In diesem Jahr findet es Anfang November statt. Zuvor, vom 17. bis zum 23. Oktober 2022, werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auf dem ZEBRino Poesiefilmfestival mit in die Welt dieser Filmgattung genommen, um Lust auf Poesiefilm und Lyrik im Unterricht zu wecken. Mit den New Poetry Scripts soll die Entwicklung von Poesiefilm-Drehbüchern von Studierenden gefördert werden.

weitere Informationen zum ZEBRA Poetry Film Festival 2022

weitere Informationen ZEBRino Poesiefilmfestival 2022

Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte zum Thema Cybergrooming

Für Lehrkräfte hat der Norddeutsche Rundfunk (NDR) in seinem Online-Portal einfach.Medien eine Unterrichtseinheit zum Thema Cybergrooming – wenn Erwachsene  über das Internet gezielt Kontakt zu Kindern und Jugendlichen für die Anbahnung sexueller Handlungen aufnehmen – zusammengestellt: Texte, Videos, Materialien, Methodenhinweise und weiterführende Lernmodule. Die didaktisch aufbereiteten Inhalte zur Vermittlung von Medienkompetenz bei einfach.Medien werden vom NDR unter Beratung des Leibniz-Instituts für Medienforschung und zusammen mit Lehrer*innen entwickelt.

zur Unterrichtseinheit über Cybergrooming“ im einfach.medien-Portal

Online-Seminare der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW

Die Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW (fjmk) bietet auch in diesem Herbst wieder spannende medienpädagogische Seminare an: zum Beispiel über die Möglichkeiten der Verwendung von TikTok in der Jugendarbeit, der Erlebbarkeit künstlicher Intelligenz durch Computerspiele oder der Nutzung von Gamification-Methoden zur Motivation von Kindern und Jugendlichen. Die Online-Veranstaltungen dauern etwa 2,5 Stunden, ein Kostenbeitrag von 35 Euro wird erhoben. Anmeldungen sind ab sofort über die fjmk-Webseite möglich.

weitere Informationen zu den Angeboten und Anmeldung bei der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW

Überlegungen zur Internalisierung politischer Werte durch Games

Computerspiele sind längst in allen Bevölkerungsgruppen und in der Mitte der Gesellschaft angekommen und gehören insbesondere bei Jugendlichen zum alltäglichen Medien-Mix. Angesichts der Immersivität des Genres und der hohen interaktiven Nutzung stellt sich die Frage, inwieweit die jeweiligen Inhalte Einfluss auf die politische Sozialisation Heranwachsender haben und sich auf demokratische Meinungsbildungsprozesse auswirken können. In einem Aufsatz bei praefaktisch.de schaut Wulf Loh, Akademischer Rat am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (Universität Tübingen), auf die Bedingungen und den Stand der Erkenntnisse. Sein Résumé verwundert angesichts einer immer noch dürftigen Forschungslage allerdings nicht.

zum Beitrag über Games und politische Sozialisation bei praefaktisch.de

Street-Fighting, Indie-Spielideen und Aufbruch in der Games-Szene

Kaum ein Genre ist derart in Bewegung wie das der Computerspiele. Und vom ersten Pong über die legendären Fighting-Games mit den Möglichkeiten eines „embodied Learning“ hat sich einiges getan. Das hat sich auch bei der diesjährigen Gamescom gezeigt, der große Blockbuster-Konzerne ferngeblieben sind und so Raum für andere Protagonist*innen gelassen haben – das sind vor allem junge Entwickler*innen mit interessanten und experimentellen Spieleideen: „Die sagen, hey, wir haben hier eine verrückte, coole, vielleicht auch wichtige Idee, die Aufmerksamkeit verdient”, so Hanns Christian Schmidt, Professor für Game Design an der Hochschule Macromedia, in einem Beitrag für den TV-Sender Phoenix.

zum Phoenix-Feature über die Entwicklungen im Games-Bereich

zum Kurzbeitrag mit Hanns Christian Schmidt über „embodied Learning“ und die Faszination eines legendären Street Fighting-Games

DigiFit – Forschungsprojekt zur Förderung der digitalen Fitness

Mit fast 2 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Digitale Fitness für Bürger*innen – realistische Risikowahrnehmung, sichere Routinen“. Ziel des Vorhabens ist es, die Kompetenz aller im Umgang mit digitalen Medien zu erhöhen und Wissen zum Schutz der Privatsphäre und zum selbstbestimmten Agieren im Netz zu vermitteln. Der Verbund unter der Leitung des Lehrstuhls Human-Centred Security an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) beinhaltet auch ein Teilprojekt der Hochschule Macromedia aus dem Bereich Kommunikationswissenschaft. Weitere Partner*innen sind die RUB-Lehrstühle Systems Security und Pädagogische Psychologie.

weitere Informationen zum Projekt beim Bundesministerium für Bildung und Forschung

mehr zur Förderung der Hochschule Macromedia im Rahmen von Digifit – „Digitale Fitness für Bürger*innen bei idw-online.de

Mehr Medienkompetenz – Der WDR beim ARD Jugendmedientag

Am 15. November 2022 laden die Sendeanstalten der ARD wieder Schüler*innen ab den 8. Jahrgangsstufen in ihre Funkhäuser ein. Spannende Einblicke in die Medienwelt gibt es beim ARD Jugendmedientag auch vom Westdeutschen Rundfunk (WDR): In Talks, Workshops und weiteren Angeboten können Schulklassen die tägliche journalistische Arbeit kennenlernen, hinter die Kulissen blicken und sogar eigene Sendungen für Radio und Fernsehen produzieren. Interessierte Lehrkräfte können sich und ihre Klassen ab sofort bis zum 21. Oktober 2022 kostenfrei für die verschiedenen Angebote anmelden.

weitere Informationen und Anmeldung unter ard.de/jugendmedientag

mehr zu den WDR-Angeboten in einer Mitteilung des Westdeutschen Rundfunks

Positiver Online-Content für Kinder aus den GOA-Einreichungen

Jeden September ruft das Jugendmedienschutz-Netzwerk Insafe den „Positive Online Content Awareness Month“ aus. Im Fokus stehen dabei Online-Angebote für Kinder. In sicheren digitalen Räumen soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, Spaß zu haben, zu lernen und ein positives Selbstbild zu entwickeln. Gefördert werden sollen auch Kreativität und gesellschaftliche Teilhabe. Passend dazu – und im Anschluss an den gestrigen Weltkindertag (20. September 2022) – gibt es im quergewebt-Blog des Grimme Online Award (GOA) eine Übersicht mit hervorragenden Kinderseiten- und Angeboten aus den Einreichungen der vergangenen zwei Jahre.

zu den Kinderseiten-Tipps aus den Einreichungen im quergewebt-Blog des Grimme Online Award

Wissenschaftliche Kommission fordert Informatik als Pflichtfach

In dem am Montag in Berlin vorgestellten Gutachten zur Digitalisierung des Bildungssystems von der Kita bis zur Hochschule der „Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz“ (SWK) wird dezidiert auch ein Pflichtfach mit Informatikinhalten bereits für die Primarstufe vorgeschlagen. In der Mittelstufe sollte etwa 2-stündlich pro Woche Informatik unterrichtet werden sowie in der Oberstufe gleichrangig mit Fächern wie Physik oder Chemie. Die Expert*innen beklagen für Deutschland allgemein „angstgetriebene Auffassungen“.

mehr hierzu in einem Beitrag der Süddeutschen Zeitung

weitere Informationen und Download des Gutachtens auf den Seiten der Kultusministerkonferenz

Spiele-Apps: Manipulative Nudging-Elemente sollen Kinder ködern

Schon die jüngeren Kinder daddeln gerne auf dem Smartphone und viele der kleinen Computerspiele-Apps sind beim Download gratis. Viel Geld verdienen die Anbieter*innen mit sogenannten zusätzlichen In-App-Käufen, zum Beispiel für Gegenstände oder zum schnelleren Vorankommen. Um die Kinder zu „ködern“, werden subtile und manipulative Nudging-Elemente eingebunden – quasi zum Anschubsen (engl. „nudging“). Eine US-Studie, die im Fachblatt „JAMA Network Open“ veröffentlicht wurde, zeigt in vielen Games solche „dunklen Muster“.

weitere Informationen hierzu in einem Beitrag vom tagesanzeiger.ch

Wenig Schutz der Privatsphäre von Kindern beim Online-Lernen

Während der Pandemie und für das Lernen mit Online-Angeboten sind offenbar in mehreren Ländern weltweit digitale Bildungsprodukte unterstützt worden, die den Anforderungen an die Kinderrechte nicht entsprechen und die Privatsphäre von Minderjährigen verletzten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Human Rights Watch. 89 % der durch die Organisation überprüften EdTech-Produkte können offenbar theoretisch Kinder überwachen und tracken und im Hintergrund sensible Daten sammeln.

mehr hierzu in einer Meldung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

EuGH kippt deutsche Bestimmungen zur Vorratsdatenspeicherung

Nach deutschen Regelungen müssen Daten der Telekommunikation von den Netzanbieter*innen für einen gewissen Zeitraum gespeichert werden, also zum Beispiel gewählte Telefonnummern bei Gesprächen und genutzte IP-Adressen bei der Internetnutzung. Nun ein Paukenschlag aus Luxemburg: Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) verstoßen die deutschen Bestimmungen zur Vorratsdatenspeicherung gegen das geltende EU-Recht. Ohne einen konkreten Anlass dürfen Kommunikationsdaten von Nutzer*innen nicht gespeichert werden. Schon bei Urteilen zu anderen europäischen Ländern wurden vom EuGH nationale Regelungen mit ähnlichen Begründungen verworfen.

mehr hierzu in einer Meldung von ZEIT online

weitere Informationen in einem Beitrag von ZDFheute

40. Geburtstag – Vom Emoticon zur bunten Bildersprache der Emojis

Vier Jahrzehnte sind vergangen: Im Jahr 1982 entwickelte der Wissenschaftler und heutige Informatikprofessor Scott E. Fahlman das lachende Gesicht aus Schriftzeichen :-). Ende der 90er Jahre kreierte der japanische Designer Shigetaka Kurita auf dieser Grundlage digitale Symbole, die als Emojis die Welt erobern sollten. 😜 Inzwischen sorgsam von einem Konsortium betreut 🤔, haben diese Bilderzeichen inzwischen unumstrittene Macht und erfreuen sich großer Beliebtheit. 🌎🚀😍 Aus Nachrichten in Messengern und den sozialen Netzwerken sind sie kaum mehr wegzudenken und fungieren fast als so etwas wie eine universell verstandene Sprache. 🙏 Eine aktuelle Studie zeigt dabei die neuesten Vorlieben und Trends 🤩 und welche Symbole auch völlig falsch verstanden werden können. 😂

mehr zur Geschichte des Emoticons bei ZDFheute

zu den aktuellen Emoji-Trends und Bedeutungen bei WELT online

Clash of Realities 2022 bietet Forum zum Dialog über digitale Spiele

Vom 28. bis zum 30. September 2022 findet in Köln die Clash of Realities statt. Die englischsprachige und interdisziplinäre Forschungskonferenz bietet wieder Expert*innen aus aller Welt ein Forum zum Austausch und zum Dialog rund um die künstlerische Gestaltung, technologische Entwicklung und gesellschaftliche Wahrnehmung von digitalen Spielen. Im Mittelpunkt dieser 13. – und leider auch letzten – Clash of Realities stehen aktuelle globale Konflikte: Ethik, Klimawandel, Kriege und Geschlechterfragen. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

zu den Webseiten der Clash of Realities 2022

weitere Informationen und Programm bei der Technischen Hochschule Köln

Handlungsempfehlungen für die Digitalisierung im Bildungssystem

Zusammen mit der Kultusministerkonferenz (KMK) hat die die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) am Montag (19. September 2022) ein Gutachten zur Digitalisierung des Bildungssystems von der Kita bis zur Hochschule vorgestellt. Großen Handlungsbedarf sieht die SMK bei der Adaptierung von Bildungsinhalten, der Entwicklung forschungsbasierter Lernmaterialien und einer gezielten Ausbildung von Lehrer*innen und pädagogischen Fachkräften. Insgesamt bedürfe es grundsätzlich einer funktionierenden digitalen Infrastruktur sowie eines klaren abgesteckten rechtlichen Rahmens.

weitere Informationen und Download des Gutachtens auf den Seiten der Kultusministerkonferenz

ZDF Magazin Royale: Gaming und Mikrotransaktionen

Auch so kann Medienbildung funktionieren! Jan Böhmermann hat in seinem „ZDF Magazin Royale“ schon einmal das Thema Games aufgegriffen. Darin ging es um Loot-, also Glücksboxen in unzähligen Spieleapps. In seiner aktuellen Show thematisiert er die Mikrotransaktionen: In-App-Geldzahlungen für das bessere Vorankommen im Spiel, für bessere Waffen, bessere Belohnungen, bessere Lootboxen. Kommentiert werden seine Aussagen von einem fiktiven, klein eingeblendeten Gamer (eine Parodie auf den Gamer MontanaBlack, gespielt von Böhmermann selbst), der sich herrlich-fürchterlich aufregt über einzelne Argumente. Witzig gemacht, aber auch mit vielen Fakten unterlegt!

zum Video auf den Seiten des ZDF

Trainingsstunden für demokratische Fitness

Es gibt 11 Trainingsstationen, um die Muskeln zu trainieren und sich fit zu halten – hört sich an wie ein Fitnessstudio? Ist es auch, aber doch anders, als man zunächst denkt. Beschrieben wird hier das Projekt „Democracy Gym“, das medien+bildung.com in Kooperation mit der EU-Initiative klicksafe entwickelt hat. Mit neuen Ansätzen für die pädagogische Praxis in Schule und außerschulischer Jugendbildung soll sie Jugendlichen helfen, unsere demokratische Gesellschaft fit und gesund zu halten: mit Lektionen zur bundesrepublikanischen Verfassung, zur Demokratie – und in Verbindung zu demokratiefeindlichen Entwicklungen im Netz: Hate Speech und Fake News.

zur Meldung von medien+bildung.com mit Download der Broschüre

ARD Jugendmedientag: Anmeldung zu über 150 Workshops und Talks

Seit gestern, 19. September 2022, und noch bis zum 21. Oktober 2022 können sich Lehrkräfte mit ihren Schulklassen zum ARD Jugendmedientag 2022 anmelden. Die ARD-Sendehäuser laden Schüler*innen ab der 8. Jahrgangsstufe zu mehr als 150 Workshops und Talks ein: Wie sieht die Arbeit von Journalist*innen aus? Was bedeutet Pressefreiheit und wie wird sie in Deutschland umgesetzt? Was machen Influencer*innen? Und: Welche Jobs bieten Medien und Medienhäuser?

weitere Informationen in einer Pressemitteilung der ARD

Gegen Hass im Netz: Vier Workshops zu gewinnen!

Das firewall-Projekt der Amadeu Antonio Stiftung verschenkt vier Workshops zum Thema Hass im Netz: Diese können 3 bis 4 Stunden lang, on- oder offline sein sowie ein (Unter-)Thema nach Wunsch beinhalten. Bewerben können sich vornehmlich Pädagog*innen, denen die Finanzmittel für einen solchen Workshop fehlen.

zur Meldung der Amadeu Antonio Stiftung

Die TOMMInierungen stehen fest!

Für den Kindersoftwarepreis TOMMI war die Fachjury unterwegs: Auf PCs, Konsolen oder Apps erkundeten sie fremde Welten, züchteten Kulturen auf magischen Ewigkeitsbäumen oder bestiegen steile Berge. Von dort zurückgekehrt, hat die Jury die Nominierungen bestimmt. Und nun sind die Kinder und Jugendlichen gefragt: Als Expert*innen spielen und testen sie in etlichen öffentlichen Bibliotheken in Deutschland, um die Gewinner auszuloten. Die 21. Verleihung des TOMMI wird dieses Jahr erneut in einer Sendung des KiKA-Medienmagazins „Team Timster“ stattfinden: am Sonntag, den 23.10.2022, um 20:00 Uhr.

alle Nominierten auf der Website des TOMMI

Informations- und Nachrichtenkompetenz lernen in der Schule

Das Online-Magazin Übermedien hat den freien Journalisten und Journalistenausbilder sowie Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins „Journalismus macht Schule“, Jörg Sadrozinski, nach den Zielen des Vereins befragt: Warum gehen Journalist*innen in die Schulen, um Kindern und Jugendlichen Nachrichtenkompetenz zu vermitteln? Wie erklären sie, was eine verlässliche Quelle ist und wie man an diese herankommt? Sadrozinski erklärt die Wichtigkeit von Transparenz für sein Berufsfeld und die Rolle der Medien für eine demokratische Gesellschaft.

zum Artikel und zum Podcast von Übermedien

KI-Programmierung in der Schule – Hilfe für Lehrkräfte

Was ist künstliche Intelligenz? Wie funktionieren künstliche neuronale Netze (KNN)? Und wie werden solche Funktionen programmiert, damit sich z.B. ein Roboter selbständig in einem Raum bewegen kann? Um diese Kenntnisse Schüler*innen der 5. und 6. Klasse vermitteln zu können, bietet eine MINT-Initiative des „Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme“ Lehrkräften mehrere Informations-Sessions mit ersten Einblicken in die Thematik und Möglichkeiten für die Vermittlung im Schulunterricht.

weitere Informationen und Anmeldung auf den Seiten des Schulministeriums NRW

Meinung: Die Digitalisierung der deutschen Behörden

Die Untersuchung „eGovernment Benchmark 2022“ der EU-Kommission (veröffentlicht im August 2022) hat den Digitalisierungsgrad der Behörden in 35 Ländern (27 EU-Mitgliedsstaaten und 8 weitere Staaten) untersucht. Deutschland erreichte lediglich Rang 21. Dr. Oliver Diedrich, Chefredakteur der Computerzeitschrift iX, kommentiert diesen Befund, zeigt auf, wie weit die Behörden-Digitalisierung in anderen Ländern fortgeschritten seien, und nennt ein paar Gründe für dieses deutsche „Jammertal“.

zum Artikel auf heise.de

Gesetzentwurf zur Chatkontrolle: EU-Mitgliedstaaten äußern Kritik

Ein Gesetzesvorschlag der EU-Kommission zur Bekämpfung und Prävention sexualisierter Gewalt gegen Kinder wird seit Monaten von vielen Seiten kritisiert: Trotz einer an sich guten Intention seien die Auswirkungen auf den Datenschutz kaum absehbar. Mit der geplanten Verordnung soll zukünftig wirksamer gegen Kinderpornografie und Cyber-Grooming im Netz vorgegangen werden, zum Beispiel, indem soziale Netzwerke und Anbieter*innen von Messengern und Mail-Diensten mit einer sogenannten „Chatkontrolle“ in privaten Nachrichten automatisiert nach Verdachtsfällen von Kindesmissbrauch suchen. Netzpolitik fasst den aktuellen Stand der Diskussion zusammen und blickt auf die Reaktionen von Regierungen und den Zivilgesellschaften anderer EU-Mitgliedstaaten.

zum Beitrag über die Diskussion der Chatkontrolle bei netzpolitik.org

Facebook und die Problematik automatisierter Selektionssysteme

Das ist vielen schon passiert – eine lapidare Einblendung bei Facebook oder Instagram: „Dein Beitrag verstößt gegen unsere Richtlinien. Bitte sag uns, wenn wir etwas falsch gemacht haben.“ Dabei ist der Verstoß nicht erkennbar, wird nicht erklärt, auf Rückfragen gibt es keine oder nur ausweichende Antworten. So ist es auch der Schweizer Wochenzeitung (WOZ) ergangen, zudem wurde der Post in der Reichweite offenbar stark blockiert. Die den Angeboten des Facebook-Konzerns zugrundeliegenden Algorithmen bleiben undurchsichtig – das ist in der Hinsicht brisant, weil „viel nackte Haut“ und auch Inhalte mit Hass und Gewalt offensichtlich gepusht werden.

mehr zu dieser Thematik bei der Schweizer Wochenzeitung

Schutz und Teilhabe: Anforderungen an ein kindgerechtes Internet

Am 20. September 2022 findet der diesjährige Weltkindertag statt, mit dem das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland dazu auffordern, die Rechte von Kindern konsequenter in den Blick zu nehmen. Die gelten auch in digitalen Welten – und, was viele nicht wissen: Schon 1989 hat die UN-Kinderrechtskonvention allen Kindern das Recht auf einen Medienzugang zugesichert. Fiene Oswald hat Sophie Pohle vom Deutschen Kinderhilfswerk (DKHW) zu den Anforderungen für ein kindgerechtes Internet befragt: Was ist dabei grundsätzlich wichtig? Wie kann der Kinderschutz gewährleistet werden? Und welche Kompetenzen müssen vermittelt werden, damit Kinder sicher und produktiv im Netz unterwegs sein können?

zum Interview mit Sophie Pohle vom Deutschen Kinderhilfswerk

zum DKHW-Kernforderungspapier für Kinderrechte im digitalen Umfeld [PDF]

Kritische Datenkompetenz – Linksammlung mit Informationen

Im Schulunterricht werden digitale Medien zunehmend für Lehr- und Lernprozesse genutzt und innerhalb der ganzen Gesellschaft schreitet die Digitalisierung voran. Wichtig ist dabei nicht nur der Einsatz dieser Technologien, sondern auch der kritische Umgang damit: Was wollen wir, was können wir und was dürfen wir mit Daten machen? Für Lehrkräfte ist daher nicht nur die Vermittlung kritischer Datenkompetenz interessant, sondern auch die Auseinandersetzung mit der Datafizierung ihres eigenen pädagogischen Handelns. Der Deutsche Bildungsserver hat in einem Dossier hilfreiche Linktipps zu Initiativen und Projekten gebündelt.

zum Dossier „Kritische Datenkompetenz“ beim Deutschen Bildungsserver

Cyber Resilience Act – EU-Kommission legt Sicherheitsentwurf vor

Am Donnerstag (16. September 2022) hat die EU-Kommission einen Entwurf für ein Cyberresilienzgesetz vorgestellt. Dabei geht es bei der Produktion digitaler und smarter Produkte um Vorgaben für ein „Security by Design“. Hersteller*innen sollen verpflichtet werden, Sicherheitskriterien einzuhalten und für einen Zeitraum von fünf Jahren entsprechende Updates zur Verfügung zu stellen. Der TÜV-Verband und der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) begrüßen das Vorhaben, allerdings sollten die Vorgaben auch adäquat umsetzbar sein. Zudem bedürfe es verlässlicher Instrumente, um deren Einhaltung zu überprüfen.

weitere Informationen in einem Beitrag von heise online

mehr zum Gesetzesentwurf und den Reaktionen bei zdnet.net

„Verfaulte Heringe“ im Netz – Fakten und Fake News unterscheiden

Das Netz ist voller Desinformationen und Falschinformationen, das geht bis hin zu gezielter Propaganda. Eine Methode nennt sich der „verfaulte Hering“. Dabei werden Behauptungen gezielt wiederholt und Gruppen diffamiert. Im Rahmen der Koblenzer Wochen der Demokratie hat der Südwestrundfunk (SWR) unter dem Titel „Fakten oder Fake News: wie erkenne ich die Lüge?“ zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. SWR aktuell blickt auf die Veranstaltung zurück, im Video gibt die ARD-Korrespondentin Sabine Stöhr Einblicke in ihre Arbeit und erklärt Schüler*innen, wie Informationen geprüft und von Propaganda unterschieden werden können.

zum Beitrag über Propaganda und Fake News beim Südwestrundfunk

Bildungspolitik: Das Forum Bildung auf der Frankfurter Buchmesse

Umgesetzt von der Frankfurter Buchmesse, dem Verband Bildungsmedien und LitCam bringt das „Forum Bildung“ vom 19. bis 21. Oktober 2022 wieder zentrale Fragen der Bildungspolitik auf die Buchmesse in Frankfurt. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist ohne Anmeldung möglich und im Rahmen des Messebesuchs kostenfrei. Auf dem Podium und in Vorträgen soll es um Lern-, Medien- und Schulkonzepte, gerechte Zugänge zum Lernen, die konkrete Gestaltung der Lernkultur und die Vermittlung von Grundwerten unserer Gesellschaft gehen.

weitere Informationen und Programm unter bildungsmedien.de

mehr hierzu in einer Mitteilung des Verband Bildungsmedien

KI-Anwendung verschleiert Such- und Empfehlungs-Ergebnisse

Die Algorithmen von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken kennen uns inzwischen besser als unser Freundeskreis oder als wir uns selbst – manchmal ist das auch nüttzlich, z.B. beim Zusammenbringen von Menschen mit gleichen Interessen weltweit. Nichtsdestotrotz ist solch ein Wissenslevel nicht immer erwünscht. Die Johannes Kepler Universität Linz hat nun auf Basis von Netzwerken und künstlicher Intelligenz eine Architektur entwickelt, mit der Informationen über Vorlieben oder das Geschlecht verschleiert werden können: Adversarial Variational Auto-Encoder with Multinomial Likelihood (Adv-MultVAE). Tests belegen, dass das System auch bei Stereotypen und Blasenbildung ein hilfreiches Instrument ist.

mehr hierzu in einer Meldung der Johannes Kepler Universität Linz

Preis für Zivilcourage und gelebte Demokratie an Facebook-Kritiker

Alle zwei Jahre verleiht die Landeshauptstadt Potsdam den Max-Dortu-Preis für Zivilcourage und gelebte Demokratie. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an den Würzburger Rechtsanwalt Chan-jo Jun, der sich seit vielen Jahren gegen die Verbreitung von Hass und Hetze im Netz engagiert. Neben einer Klage gegen die Plattform Facebook gelang es Jun, ein wegweisendes Urteil zum Schutz von Nutzer*innen in den sozialen Netzwerken zu erwirken. Mit der Preisverleihung, die am Mittwoch (14. September 2022) stattfand, sollte ein klares Statement gegen die Hasskriminalität gesetzt werden.

mehr hierzu in einer Meldung bei tagesspiegel.de

weitere Informationen auf den Webseiten zum Max-Dortu-Preis

Chan-jo Jun auf Twitter

Cybergrooming-Kampagne gegen sexualisierte Gewalt im Netz

Die Zahlen sind alarmierend: Das Bundeskriminalamt (BKA) verzeichnete schon im Jahr 2020 beim sogenannten Cybergrooming eine Zunahme von 17,6 %. Dabei werden Kinder und Jugendliche gezielt mit der Absicht der sexuellen Belästigung oder des sexuellen Missbrauchs angesprochen. Die Initiative klicksafe hat zusammen mit JUUUPORT hilfreiche Materialien zu diesem Thema entwickelt und startet in den nächsten Wochen gemeinsam mit der Beratungsplattform unter den Hashtags #WehrDICH und #GegenCybergrooming eine Kampagne gegen sexualisierte Gewalt im Netz und in den sozialen Medien.

weitere Informationen und Materialien und Ratgeber-Videos zum Schutz vor Cybergrooming bei klicksafe.de

Digitale Möglichkeiten der Leseförderung von Kindern im Kita-Alter

Viele Studien belegen, dass die Lesefähigkeiten von Kindern und Jugendlichen schwächer werden bzw. auf einem gewissen Level stagnieren. Die Gründe hierfür sind vielfältig, unter anderem soziale Ungleichheiten und sprachliche Barrieren. In welcher Weise ist es also sinnvoll, digitale Hilfsmittel schon in Kitas oder in der Kindertagespflege zur Leseförderung einzusetzen? Das Initiativbüro „Gutes Aufwachsen mit Medien“ lädt zu diesem Thema am 21. September 2022 alle Interessierten zu einer Online-Konferenz ein. Mit dabei sind Wilke Bitter von der Stiftung Lesen und Marina Schubert von Seitenstark.

weitere Informationen und Anmeldung auf den Seiten der Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien

Europäische Faktencheck-Organisationen einigen sich auf Kodex

Mit einem Kodex, der am Donnerstag (15. September 2022) auf der Webseite des „European Fact-Checking Standards Network“ (EFCSN) veröffentlicht wurde, sollen journalistische Arbeitsstandards für Methodik, Ethik und Transparenz definiert werden. Insgesamt waren an der Ausarbeitung über 40 Faktencheck-Organisationen aus ganz Europa beteiligt, für Deutschland sind dies die Deutsche Presse-Agentur dpa und das Recherchezentrum CORRECTIV. Nun soll innerhalb des gesamten Netzwerks über die Aufstellung eines Leitungsgremiums gesprochen werden, um die Durchsetzung des Kodex zukünftig kontrollieren zu können.

weitere Informationen in einer Mitteilung der Deutschen Presse-Agentur

zum Download des „European Code of Standards for Independent Fact-Checking Organisations“ [in englischer Sprache]

Richtlinien der ARD zur Sperrung problematischer Nutzer*innen

Bei privaten Profilen in sozialen Netzwerken ist es nur ein Klick, um unliebsame Follower*innen und Nutzer*innen zu sperren. ARD-Sender haben dies in der Praxis bei problematischen und justiziablen Kommentaren auch bereits gemacht. Da die Finanzierung ihrer Angebote – trotz des Transports über Anbieter*innen wie Twitter, YouTube oder Instagram – grundlegend durch Beiträge und öffentlich-rechtlich finanziert sind, sollen nun hierfür Richtlinien erarbeitet werden. Dies geht aus Informationen des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) hervor, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegen.

weitere Informationen in einer Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung